Pia Schmid und ihr Bijou am Nil

2005 begann die Geschichte zwischen einer besessenen Kreativen und dem Flusschiff Alyssa. Pia Schmid, die renommierte Zürcher Architektin und Designerin baute das aufsehenerregendste Schiff auf dem Nil. 14 Jahre später kehrte sie nach Ägypten zurück, um «ihre» Alyssa zu erneuern.

Als Pia Schmid sich auf das «Abenteuer Alyssa» einlässt, ist sie längst die gefragteste Schweizer Gastroarchitektin. In vielen Hotels und Restaurants hat sie bereits ihre ganz eigene Handschrift hinterlassen. Für ihr ägyptisches Schiffbau-Projekt vertieft sie sich in die geheimnisvolle Welt des längsten Flusses der Erde, studiert die nubischen Einflüsse der Nil-Regionen, ergründet die afrikanische Ornamentik und findet die Berichte des schottischen Afrikaforschers David Livingstone, der von der Suche nach der Quelle des Nils nicht zurückkehrte.

14 Monate dauern die Arbeiten, dann lichtet die Alyssa 2006 die Anker. Die Begeisterung ist gross. Fachgrössen der Architektur- und Gastro-Szene sind sich einig: Schmid ist wieder ein grosser Wurf gelungen. Die Alyssa sei ein Kunstwerk aus Farben, Formen und Materialien, die sich unter der ägyptischen Sonne zu ihrer schönsten Ausdruckskraft vereinen. Damals sagte die Alyssa-Eignerin Nora Ali «Wir werden hier nichts mehr ohne Pia machen.» Und so geht die Architektin im Dezember 2018 wieder an Bord, um «ihrer» Alyssa frischen Glanz zu verleihen. «Es ist schön zu sehen, wie gut das Schiff in all den Jahren gepflegt wurde», sagt sie. Jetzt will sie das nubische Flair des Schiffes noch stärker akzentuieren.

Die Architektin und Designerin aus Zürich fühlt sich wohl im Land der Pharaonen. «Ich mag die arabische Mentalität, die Fantasie, die Poesie, diese Welt der Erzählungen und Märchen». Hier ist die Wüste, die sie so liebt und die Nillandschaften, die Menschen schon vor 7000 Jahren urbar machten. Hier findet Sie Inspiration, um das zu schaffen, was sie antreibt. Räume und Umgebungen für Menschen schaffen, Orte der Begegnung, wo man die Freude zelebriert und mit dem Leben auch mal spielerisch umgehen kann.


August 2019 – die Alyssa erstrahlt neu. Schon beim Betreten des Nilcruisers zeigt sich die Handschrift der Zürcherin, deren Design nie beliebig ist, mit Vorliebe Brüche zeigt und auch irritieren will. Der nubische Stil prägt die Identität der Alyssa und verbindet sich magisch schön und ausdrucksstark mit neuzeitlichem Design. «Die Nubier sind ein Jahrtausende altes archaisches Volk mit afrikanischer Prägung bis in den Sudan. Ihre Bauweise und Ornamentik besitzt grosse Ästhetik und Funktionalität. Vor allem in Assuan leben heute viele Nubier. Sie prägen noch immer die Kultur am Nil», sagt Pia Schmid.

Beim Betreten des Schiffs schreitet man über edle Steinintarsien, ein riesiges Wandbild im Entreé zeigt nubische Dörfer. Pia Schmid setzt auf Naturtöne und starke Farben, die polarisieren und Spannung erzeugen. Die ägyptischen Textilien stammen von jungen Designern aus New Kairo. Hell und lichtdurchflutet präsentieren sich jetzt die 60 grossen Kabinen auf den drei Decks. Pia Schmid hat sie mit neuen Holzböden und Möbeln ausgestattet. Überall tauchen faszinierende nubische Ornamente und Dekore auf. Lounge und Bar präsentieren sich wie ein gut gemixter Cocktail, eine gewagte energetische Verbindung von Farben und Mustern, von Gestern und Heute.

Mittelthurgau-Chef Stephan Frei sagt: «Wir sind mit Pia auf ganz besondere Art verbunden. Weil sie eine fantastische Architektinund Persönlichkeit ist – und weil Sie 2006 unser allererstes Schiff gestaltete: die Excellence Rhône.»


Der Nil – Flussreisen durch das Land der Pharaonen

Die Alyssa ist benannt nach einer phönizischen Gottheit. Die Schiffsarhitektur unterscheidet sich deutlich von anderen Nil-Kreuzfahrtschiffen, gleicht eher einer stolzen Yacht.

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