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Die schönsten Häfen der Welt – Valparaíso, Chile

Bis zur Eröffnung des Panamakanals war die schöne chilenische Hafenstadt Valparaíso der grösste Seehafen in ganz Süd- und Lateinamerika – ein Zentrum des Welthandels. Damals liess sich hier viel internationales Volk nieder, vor allem Seefahrer und Händler. Engländer, Deutsche, Holländer, Franzosen und Spanier hinterliessen ihre Spuren – prächtige Kolonialbauten zeugen davon. Valparaíso zog auch Intellektuelle und Dichter wie Pablo Neruda an. Und einen Schweizer Seemann, der 1916 hier sein Herz verlor und eine gastronomische Institution schuf

Es sind die Farben, die zuerst ins Auge fallen, wenn man vom Pazifik in den Hafen von Valparaíso einläuft. Die Altstadt gehört zum Weltkulturerbe. Die Farben der kleinen Häuser leuchten hemmungslos. Sie scheinen an den 27 Hügeln, den Cerros, die Bucht hinaufzuwachsen. Wer nach oben ins Labyrinth der charmanten Gassen will, der benutzt einen der Ascensores. Für die Fahrt sollte man schwindelfrei sein. Aber der Weg mit den steilen, ratternden Standseilaufzügen lohnt sich. Oben angekommen, ist der Blick frei auf die ganze Schönheit der Hafenbucht am Pazifik, bis hinüber zu den Dünen von Concon.

Vor hundert Jahren verwüstete ein Erdbeben mit anschliessendem Tsunami die Stadt. Den Charme der Hafenmetropole und ihrer offenherzigen Bewohner konnte dies ebenso wenig zerstören, wie die Bombardierungen des Spanisch-Südamerikanischen Krieges 1866 oder die Flutwelle, die nach dem Bruch des Mena-Stausees 1888 über die Stadt hineinbrach. Der Militärputsch in Chile von 1973 nahm seinen Anfang im Hafen Valparaíso.

Valparaíso ist das kulturelle Zentrum Chiles und ein Mekka für Street Art-Künstler. Inti Castro ist der berühmteste unter ihnen. Schon als 13-jähriger bemalte er die Wände seiner Heimatstadt. Seine Darstellungen spiegeln die spanische und die indigene Kultur. Inti Castros Werke zieren Hauswände in Paris, London oder Beirut. Als Hommage an seine Stadt inszenierte er in Valparaíso ein internationales Graffiti-Festival.


Die Bar Inglés

Die Bar Inglés ist eine Institution am alten Hafen von Valparaíso. Die alten Haudegen der Stadt treffen sich hier seit eh und ja beim Pisco Sour zum Dominospielen. Geschäftsleute kommen zum Lunch. Die Küche hat einen guten Ruf. Es war ein Schweizer Seemann, der hier am Hafen sein Herz verlor und hier Wurzeln schlug. Im Jahr 1916 eröffnete er die Bar Inglés.


Muelle Prat

Am Muelle Prat legen Fischerboote und Exkursionsschiffe an. Man findet am malerischen Pier kleine Läden mit Kunsthandwerk, und an den Wochenenden wird ein Markt abgehalten.


La Sebastiana

Besuchen Sie den ehemaligen Wohnsitz des Dichters Pablo Neruda. Hier verbrachte er die letzten 13 Jahre seines Lebens. Neruda hat sich damals in das Haus verliebt, weil es durch seine besondere Konstruktion von jedem Zimmer aus uneingeschränkten Meerblick bietet.


«Du bist ein Regenbogen vielfältiger Farben, Valparaiso, du grosser Hafen.»

Der Dichter Pablo Neruda über seine Heimatstadt.


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