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Die Wolga

Mit 3530 km Länge ist die Wolga der längste Fluss Europas. In Russland belegt sie zwar nur Platz 4 – hinter den Flüssen Jenissei, Ob und Lena. Auf der Beliebtheitsskala der Russen steht sie dennoch ganz oben. «Mütterchen Wolga» gilt als Sinnbild der russischen Seele, wird in Liedern besungen und in Gedichten verehrt.

Die längsten Flüsse Russlands

Die Gesamtlänge aller Flüsse in Russland beträgt wahnsinnige 6.5 Millionen Kilometer und damit hat Russland auch die grössten Süsswasserreserven der Welt. Die längsten Flüsse in Russland gehören gleichzeitig auch zu den längsten Flüssen der Welt. Darunter sind der Jenissei, der Ob, die Lena, die Wolga, der Amur und der Ural. Die genaue Länge der Flüsse ist immer ein bisschen schwierig zu bestimmen und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wird das ganze Flusssystem als Länge angesetzt oder zählt nur die Strecke von Quelle zur Mündung. So ergeben sich unterschiedliche Längen und Rangfolgen. Die Flüsse werden in Russland oft "Mütterchen" oder "Väterchen" genannt, da sie den Menschen Nahrung bringen und Transfers ermöglichen.

1) Jenissei (5497 km)
2) Ob (5410 km)
3) Lena (4400 km)
4) Wolga (3530 km)
5) Amur (2824 km)
6) Ural (2428 km)

Die Wolga

"Mütterchen Wolga" ist wohl der berühmteste Fluss Russlands. Über sie existieren zahlreiche Volkslieder und Filme. Die Wolga hat in der russischen Kultur eine große Bedeutung und ist seit jeher dicht besiedelt. Sie ist mit 3530 km der längste Fluss im europäischen Teil Russlands und auch der längste und wasserreichste Fluss in ganz Europa. Ihre Fläche beträgt 1'360'000 km². Die Quelle der Wolga befindet sich im Gebiet Twer und sie mündet schlussendlich ins Kaspische Meer. Die Wolga hat rund 200 Zuflüsse, wobei der grösste Zufluss die Kama ist. An der Wolga liegen mit Nischni Nowgorod, Kasan, Samara und Wolgograd vier Millionenstädte, die zu den grössten Städten Russlands gehören. Weitere grosse Städte sind Astrachan und Saratow. Am Ufer der Wolga befinden sich rund 1400 Häfen und Anlegestellen. In der Wolga gibt es 70 Fischarten, darunter wertvolle Exemplare wie Sterlet und Stör. Der weltberühmte russische schwarze Kaviar wird vom Wolga-Stör gewonnen.

Gedichte über die Wolga

Die Wolga

Bist Du auch fern: ich schaue Dich doch an,
Bist Du auch fern: mir bleibst Du doch gegeben -
Wie eine Gegenwart, die nicht verblassen kann.
Wie meine Landschaft liegst Du um mein Leben.

Hätt ich an Deinen Ufern nie geruht:
Mir ist, als wüsst ich doch um Deine Weiten,
Als landete mich jede Traumesflut
An Deinen ungeheuren Einsamkeiten.

Lou Andreas-Salome

Daheim an der Wolga

Meinem Herzen wurde bange,
Als die Heimat ich verliess,
Folgend einem dunklen Drange
Fernen Orts mich niederliess.
Half nicht Mutters Flehn noch Schreiben
Von der Glückes schönstem Reim:
„Besser ist´s  im Land zu bleiben;
In der Heimat  –  ist daheim.“

Mutter, Mutter! lass die Tränen!
Überall ist gleich die Welt;
Fühle doch des Jünglings Sehnen,
Von der Hoffnung Macht geschwellt!
Mache nicht den Sinn mir wanken,
Merke dir zum Trost den Reim:
„Ewig bleib´ ich in Gedanken,
Bleib´ bei Muttern – bleib´  daheim.“

Traf den Lenz im Prachtgewande,
Als ich wieder angelangt.
Wie im breiten, blauen Bande
Wolga majestätisch prangt!
Sah die Lerche aufwärts schweben,
Jubelt in mein Herz hinein:
„An der Wolga lässt sich´s  leben,
An der Wolga glücklich sein.“

Seid gegrüsset, deutsche Gauen,
Deutsch zur Republik geeint,
Deutsche Sitten, deutsche Frauen,
Deutscher Geist und Wort vereint!
Alter Traum von Millionen
Lebe hoch! kein leerer Schein !
„An der Wolga kannst du wohnen,
An der Wolga Deutscher sein.“

Zu des Lichtes Strahlenkrone
Jedes Pflänzchen sich erhebt;
Gleicherweis im Menschensohne
Heiss das Herz nach Liebe strebt.
Trautes Lieb! im Land der Treue
Lag des Erdenglückes Reim:
„Gabst die Heimat mir aufs neue,
Fand mein Heim und bin daheim.“

Gleichwie nach des Winters Wende
Die Natur zu Glanz erwacht,
Blühen wir am Lebensende
Auf in unsrer Kinder Pracht.
Und in ihrem neuen Streben –
Unsrem Grabstein schreibt drum ein:
„An der Wolga war gut leben,
Gut an ihr begraben sein.“

Dr. L. Bucholtz


Da will ich hin!

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