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Burgen, Sagen, Loreley

Die Burgen am romantischen Mittelrhein

Marksburg. Die 1231 erstmals genannte Marksburg ist eine Gipfelburg auf einem Bergkegel und gilt als besterhaltene, nie zerstörte Höhenburg am Mittelrhein.

Wasserburg. Direkt am Rhein liegt die kleine beschauliche Wasserburg in Osterspai. Im 13. Jahrhundert wurde die Burg erbaut mit umgebenen Wassergräben und einem viergeschossigen Wohnturm.

Burg Sterrenberg. Im Auftrag des Reichs, erbaute man Burg Sterrenberg am Ende eines langgezogenen Bergsporns, wahrscheinlich schon gegen 1100. 1568 wurde die Burg schon als verfallen gemeldet und als Steinbruch genutzt.

Burg Liebenstein. Das genaue Errichtungsdatum der Burg ist nicht bekannt, sie muss um 1290 erbaut worden sein. Die Burg war durch Graben und Mauer gegen die Bergseite als auch die Nachbarburg Sterrenberg geschützt. Nach 1587 wurde die Burg aufgegeben.

Burg Maus. Die Kernburg hat einen quadratischen Grundriss mit Innenhof und zwei Wohntürmen. Sie besitzt einen in den Stein gehauenen Halsgraben an der Angriffsseite mit einer 10 Meter hohen Schildmauer in die der Bergfried eingebaut ist. In die Jahre gekommen zerfiel die Burg allmählich doch wurde zwischen 1900 und 1906 wieder aufgebaut.

Burg Katz. Von den Weinbergen in Patersberg aus, hat man einen wunderbaren Blick auf die Burg Katz hinter der sich die Loreley emporreckt. Mit der schräg gegenüberliegenden Schwesterburg Rheinfels bildeten sie zusammen eine perfekte Stromsperre zum Schutz des einträglichen Rheinzolls.

Burg Reichenberg. Die nicht vom Rhein aus erkennbare, in einem Seitental gelegene Burg in Reichenberg ist eine baugeschichtlich und burgenkundlich einzigartige Architektur des Mittelalters. 

Sauerburg. Die Sauerburg ist eine der letzten Burgenbauten am Rhein im Sauertal. Der Pfalzgraf Ruprecht gründete die Wehranlage im Jahre 1355. 

Burg Gutenfels. Die inmitten alter Weinbergen gelegene auf einem Bergsporn errichtete Burg wurde um 1220/30 hoch über Kaub errichtet. Sie ist mit ihrem gewaltigen, quadratischen Bergfried und der streng angeordneten Kernburg eine der bedeutendsten Beispiele staufischer Wehr- und Wohnbauten am Rhein. 

Burg Pfalzgrafenstein. Nach der Loreley dürfte die „Pfalz“ in Kaub das beliebteste Fotomotiv am Mittelrhein sein. Im Jahre 1326 wurde sie von Ludwig dem Bayern auf einer im Rhein liegenden Klippe erbaut, damit man Zoll von Rheinauffahrenden Schiffen kassieren konnte. © loreley-touristik.de

Geschichten und Sagen um die Loreley

Bereits im Mittelalter wurden Zwerge, Nymphen oder Berggeister für die gefährlichen Strömungen und die Echos am Loreleyfelsen verantwortlich gemacht. Von einer Frauengestalt namens Loreley ist aber zunächst noch nicht die Rede.

Der erste, der den Felsennamen auf eine Person übertrug und damit eine Kunstsage schuf, war der Dichter Clemens Brentano. Wahrscheinlich verband er den Echofelsen mit dem antiken Mythos der Nymphe Echo, welche aus Trauer über den Verlust ihres Geliebten zu einem Felsen erstarrte, von welchem fortan ihre Stimme als Echo ertönte. Clemens Brentano schrieb in seinem Roman Godwi (1801–1802) eine Ballade über Lore Lay, eine eponyme Frau, die aufgrund ihrer Anziehungskraft auf Männer für eine Zauberin gehalten wird und sich schließlich aus Liebeskummer vom gleichnamigen Felsen stürzt. Die Sage von der Loreley entspricht thematisch dem romantischen Weltbild. 

Diese Ballade Brentanos gab den Anstoß zu weiteren Erzählungen mit einer gleichnamigen weiblichen Gestalt am gegebenen Ort. Am berühmtesten ist das Gedicht/Lied von Heinrich Heine. Es prägte die Figur der Loreley als eine Art Nixe, die gleich einer Sirene durch ihren Gesang und ihre Schönheit die Rheinschiffer in ihren Bann zieht, woraufhin diese durch die gefährliche Strömung und die Felsenriffe umkommen.

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