Afrika

Malawi

Offizieller Name des Staates

Republik Malawi. 118.480 qkm. 19.129.952 (UNO Schätzung 2020). 147 pro qkm.

Hauptstadt

Lilongwe.

Geographie

Malawi grenzt im Norden und Nordosten an Tansania, im Osten, Süden und Südwesten an Mosambik und im Norden und Nordwesten an Sambia. Der Malawi-See ist der drittgrößte See Afrikas. Er ist Wahrzeichen des Landes und bildet die östliche Grenze zu Tansania und Mosambik. Die nördliche Region ist bergig, die höchsten Gipfel steigen hier auf über 3000 m an. Zum Norden gehören auch die hügelige Nyika-Hochebene, zerklüftete Steilhänge, Täler und die dicht bewaldeten Abhänge der Viphya-Hochebene. Die zentrale Region ist das landwirtschaftliche Zentrum des Landes. Sie besteht hauptsächlich aus einer 1000 m hohen Ebene, die sich durch ihre malerische Landschaft auszeichnet. Flachland überwiegt in der südlichen Region, südlich des Malawi-Sees erstreckt sich die Zomba-Hochebene und im Südosten erhebt sich das riesige, abgelegene Mulanje-Gebirgsmassiv.

Regierung

Präsidialrepublik seit 1966 (im Commonwealth seit 1964). Eine neue Verfassung ist seit 1995 in Kraft. Nationalversammlung mit 193 Mitgliedern, Wahl alle 5 Jahre. 1994 fanden die ersten freien Wahlen seit 1964 statt. Unabhängig seit 1964 (ehemaliges britisches Protektorat).

Staatsoberhaupt

Lazarus Chakwera, seit Juni 2020.

Elektrizität

220/240 V, 50 Hz. In der Regel werden quadratische dreipolige Stecker benutzt. Die Mitnahme eines Adapters wird empfohlen.

Zeitzone

Malawi – wegen der Gastfreundschaft seiner Bewohner oft als das „warme Herz Afrikas“ bezeichnet – vereint Sandstrände am Seeufer, spektakuläre Hochland-Plateaus, artenreiche Wildschutzgebiete und traditionelle Dörfer auf vergleichsweise kompaktem Raum. Es bietet Reisenden eine einzigartige Landschaft, weit weg von Massentourismus und überlaufenen Routen. Der berühmte Malawisee ist das prägende Naturschauspiel des Landes. Er erstreckt sich über 500 km vom Norden bis nach Mangochi im Süden und beheimatet mehr Fischarten als jeder andere See der Erde (darunter seltene tropische Cichliden/Buntbarsche). Neben Wassersport wie Kajakfahren, Tauchen und Segeln laden Orte wie Cape Maclear, Nkhata Bay und Likoma Island zum Entspannen an sandigen Stränden ein. Auch seltene Adlerarten und Eisvögel sind hier heimisch. Abseits des Sees reicht die Landschaft von weitläufigen Teeplantagen bis zu eindrucksvollen Gebirgen: Der Nyika-Nationalpark im Norden bezaubert durch offene Graslandschaften, Wildblumen und kühleres Klima, während das Mulanje-Massiv im Süden steil aus den Ebenen emporragt. Der Shire-Fluss, der den Malawisee nach Süden entwässert, speist wichtige Feuchtgebiete und Tierschutzareale. Der Nachhaltigkeits- und Tierschutz-Tourismus hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Durch erfolgreiche Wiederansiedlungsprojekte (u. a. von Elefanten, Löwen und Nashörnern) bieten Reservate wie Liwonde, Majete und Nkhotakota hervorragende Safarimöglichkeiten. Zusammen mit den insgesamt neun Nationalparks und Reservaten bietet Malawi eine seltene Kombination aus unberührten Safaris und Erholung am See. Die Landwirtschaft bildet weiterhin das Herzstück der Wirtschaft und des Alltaglebens; vor allem Tabak, Tee, Zucker und Mais werden angebaut. Die ausgeprägte traditionelle Kultur verschiedener ethnischer Gruppen spiegelt sich in lokaler Musik, Tänzen und Handwerkskunst wider.

Anreise mit dem Flugzeug

Von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus gibt es keine Direktflüge nach Malawi. Die meisten internationalen Besucher reisen über regionale Drehkreuze wie Addis Abeba, Nairobi, Johannesburg, Lusaka oder Dar es Salaam an. Zu den wichtigsten Fluggesellschaften mit Verbindungen nach Malawi gehören Ethiopian Airlines, Kenya Airways, South African Airways, Airlink und Malawi Airlines. Ethiopian Airlines (ET) verbindet unter anderem Frankfurt/M. via Addis Abeba mit Malawi; Zubringerflüge nach Frankfurt sind mit Lufthansa (LH) sowie ab Wien (Austrian Airlines) und Zürich (SWISS) verfügbar. Die wichtigsten internationalen Flughäfen: • Lilongwe International Airport (LLW / Kamuzu): Der Hauptflughafen des Landes liegt ca. 26 km nördlich der Hauptstadt Lilongwe und wickelt den Großteil der Langstrecken- und Regionalflüge ab. • Chileka International Airport (BLZ): Liegt nahe Blantyre im Süden. Er ist kleiner, bietet aber wichtige regionale Verbindungen und eignet sich besonders als Zielort für Reisen zum Mulanje-Massiv oder in das Majete-Wildreservat. Die Flughafenausstattung ist vergleichsweise einfach, bietet jedoch Geldwechselstuben, Geldautomaten, Cafés, Autovermietungen und Verkaufsstände für lokale SIM-Karten. Viele Hotels und Reiseveranstalter organisieren Transfers im Voraus; zudem stehen Taxis außerhalb der Terminals bereit.

Flugzeiten

Frankfurt/M. - Blantyre: 14 Std. 35 Min.; Wien - Blantyre: 19 Std. 5 Min.; Zürich - Blantyre: 18 Std. 40 Min.; Frankfurt/M. - Lilongwe: 17 Std. 40 Min.; Wien - Lilongwe: 21 Std. 45 Min.; Zürich - Lilongwe: 22 Std. 35 Min. Lilongwe (LLW) (Kamuzu International) liegt 23 km nördlich der Hauptstadt. Flughafeneinrichtungen: Duty-free-Shop, Mietwagenschalter, Bank, Post, Tourist-Information, Hotel-Reservierungsschalter, örtliche Reiseveranstalter, Restaurants, Bars. Busverbindungen zur Stadt. Taxistand. Chileka (BLZ) liegt 18 km von der Stadt entfernt. Flughafeneirichtungen: Mietwagenschalter, Restaurants und Bars. Taxistand.

Ausreisegebühr

Flughafengebühren: Die internationalen Ausreise- und Flughafengebühren (Passenger Service Charge) betragen derzeit ca. 30 USD (ca. 27 €). Bei den meisten internationalen Fluggesellschaften und gebuchten Linienflügen sind diese Gebühren bereits vollumfänglich im Flugticketpreis enthalten und müssen nicht mehr separat vor Ort bezahlt werden. Sollte die Gebühr im Einzelfall (z. B. bei Sonder- oder Charterflügen) nicht im Ticket inkludiert sein, wird sie am Abflughafen erhoben. Ausgenommen von der Gebühr sind Transitpassagiere mit einem Aufenthalt von weniger als 24 Stunden sowie Kinder unter 2 Jahren.

Anreise mit dem Pkw

Malawi teilt Landgrenzen mit Tansania im Norden/Nordosten, Sambia im Westen sowie Mosambik im Osten, Süden und Südwesten. Die Hauptverkehrsstraßen zwischen den Nachbarländern und den Zentren Lilongwe und Blantyre sind im Allgemeinen in gutem Zustand. Wichtige Grenzübergänge: • Sambia: Mchinji / Chipata (Hauptverbindung von Lusaka nach Lilongwe). • Tansania: Songwe-Brücke im Norden. • Mosambik: Mwanza (Südwesten), Dedza sowie Mulanje und Chiponde (Osten). Fernbusse: Internationale Busverbindungen verbinden Malawi regelmäßig mit Nachbarstädten wie Lusaka (Sambia; Fahrtzeit ca. 18–20 Std.), Dar es Salaam (Tansania; nach Mzuzu oder Lilongwe) sowie Johannesburg (Südafrika) und Maputo (Mosambik). Die Fahrzeiten sind oft lang, und an den Grenzen ist mit zeitintensiven Formalitäten zu rechnen. Anreise mit dem eigenen Fahrzeug / Mietwagen: • Dokumente: Neben dem nationalen Führerschein ist der Internationale Führerschein erforderlich. Zudem müssen gültige Fahrzeugpapiere, ein Nachweis einer Kfz-Versicherung sowie gegebenenfalls eine temporäre Einfuhrgenehmigung (Temporary Import Permit / TIP) mitgeführt werden. • Straßengebühr / Maut: Bei der Einreise mit einem ausländischen Fahrzeug an der malawischen Grenze fällt eine Straßennutzungsgebühr (Road Authority Fee) von derzeit ca. 20 USD an. Hinweis: Planen Sie für die Grenzformalitäten (Passkontrolle, Zoll und Fahrzeuginspektionen) ausreichend Zeit ein.Anreise auf dem Wasserweg: Obwohl der Malawisee an Nachbarländer angrenzt, gibt es derzeit keine regelmäßigen internationalen Passagierfährverbindungen zwischen Malawi und seinen Nachbarstaaten.

Anreise mit der Bahn

Es existiert kein grenzüberschreitender Bahnverkehr.  

Anreise mit dem Schiff

Anreise auf dem Wasserweg: Obwohl der Malawisee an Nachbarländer angrenzt, gibt es derzeit keine regelmäßigen internationalen Passagierfährverbindungen zwischen Malawi und seinen Nachbarstaaten.

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Das Straßennetz Malawis umfasst ca. 18.850 km und ist das wichtigste Verkehrsmittel im Land. Die zentrale Nord-Süd-Achse, die Nationalstraße M1, verbindet Karonga im Norden über Mzuzu und die Hauptstadt Lilongwe mit Blantyre im Süden. Weitere Hauptstraßen erschließen den Malawisee, die Nationalparks und die Grenzübergänge. Fahrzeiten & Straßenzustand: Distanzen werden oft unterschätzt. Aufgrund von Straßenschäden, lebhaftem Fußgänger- und Tierverkehr am Straßenrand sowie wetterbedingten Beeinträchtigungen dauern Fahrten meist länger als gedacht. Die Fahrt zwischen Lilongwe und Blantyre dauert auf der Straße etwa 4 bis 5 Stunden; Fahrten in den äußersten Norden nehmen meist einen ganzen Tag in Anspruch. Tankstellen & Kraftstoffversorgung: In den Städten und größeren Ortschaften sind Tankstellen ausreichend vorhanden. Bei Müberlandfahrten und in abgelegenen Regionen ist das Tankstellennetz jedoch dünn besiedelt. Es wird dringend empfohlen, vorausschauend zu tanken oder auf Längeren Strecken einen Reservekanister mitzuführen.

Rechtsverkehr/Linksverkehr

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Zustand der Straßen

Straßenzustand & Witterung: Die Qualität der Straßen variiert erheblich. Die wichtigsten asphaltierten Hauptverbindungen (wie die Nord-Süd-Achse M1 von Karonga über Mzuzu und Lilongwe nach Blantyre) sind generell in passablem Zustand, weisen jedoch stellenweise Schlaglöcher und unebene Fahrbahnbeläge auf. Nebenstraßen sowie Zufahrten zu abgelegenen Regionen und Nationalparks sind meist unbefestigt. Während der Regenzeit können diese Pisten durch Starkregen, Überschwemmungen und Unterspülungen schwer passierbar oder zeitweise komplett gesperrt sein. Sicherheit & Orientierung: Außerhalb der Hauptstädte gibt es kaum Straßenbeleuchtung, und Fahrbahnmarkierungen sowie Beschilderungen sind oft mangelhaft oder gar nicht vorhanden. Unbeleuchtete Fahrzeuge, Fußgänger und Vieh auf den Fahrbahnen stellen erhebliche Gefahrenquellen dar. Von nächtlichen Überlandfahrten wird daher dringend abgeraten.

Staßenklassifizierung

Straßenklassifizierung in Malawi: Die verschiedenen Straßentypen des malawischen Straßennetzes sind durch ein System aus Buchstaben und Nummern gekennzeichnet. Die für den Überlandverkehr wichtigsten Straßen sind: M-Straßen (Main Roads): Die großen Fern- und Nationalstraßen, wie die Hauptachse M1 oder die Seeuferstraße M5. S-Straßen (Secondary Roads): Sekundäre Verbindungsstraßen. Weitere Bezeichnungen: Distriktstraßen werden mit einem "D" und kleinere Nebenpisten mit einem "B" gekennzeichnet, während einige Tertiär- und Quartärstraßen ausschließlich nummeriert sind.

Autovermietung

Mietwagen & Selbstfahrer: Mietwägen sind an den Hauptflughäfen sowie in größeren Städten wie Lilongwe, Blantyre und Mzuzu verfügbar. Sowohl lokale Anbieter als auch internationale Autovermietungen bieten Fahrzeuge an. Für Fahrten in abgelegene Regionen und Nationalparks wird dringend ein Allradfahrzeug (4x4) empfohlen. • Mindestalter & Gebühren: Das Mindestalter für Fahrer beträgt bei den meisten Vermietern 23 Jahre (vereinzelt ab 21 Jahren). Für Fahrer unter 25 Jahren fällt häufig eine Zusatzgebühr („Young Driver Surcharge") an, und viele Anbieter setzen eine Höchstaltersgrenze (oft 69–70 Jahre). • Führerschein: Neben dem nationalen Führerschein ist das Mitführen eines Internationalen Führerscheins dringend zu empfehlen. • Mietoptionen & Konditionen: Fahrzeuge können sowohl mit als auch ohne Chauffeur gemietet werden. Prüfen Sie vor Fahrtantritt sorgfältig den Versicherungsschutz, die Tankregelung sowie die Vereinbarungen zum Pannendienst.

Taxi

Taxis & Ride-Hailing: Taxis stehen in allen größeren Städten (darunter Lilongwe, Blantyre, Mzuzu und Zomba), an Flughäfen sowie an zentralen Verkehrsknotenpunkten zur Verfügung. Die meisten Taxis werden privat betrieben und können für Kurstrecken, Flughafentransfers oder längere Überlandfahrten gemietet werden. • Fahrpreise & Verhandlung: Taxis sind in der Regel nicht mit Taxametern ausgestattet. Der Fahrpreis muss zwingend vor Fahrtantritt verhandelt werden. Es ist ratsam, sich vorab bei Einheimischen oder im Hotel nach den gängigen Preisen zu erkundigen, da Touristen ohne Preisabsprache oft das Zwei- bis Dreifache zahlen. • Sammeltaxis (Shared Taxis): Auf vielen Strecken verkehren Sammeltaxis als günstigere Alternative zum privaten Miet-Taxi. • Ride-Hailing-Apps: App-basierte Fahrdienste (wie Uber oder Bolt) sind in Malawi kaum vertreten bzw. stark eingeschränkt. Fahrten werden in der Regel direkt mit den Fahrern oder über Empfehlungen von Unterkunftspersonal vereinbart.

Fahrrad

Radfahren & Mountainbiking: Fahrräder sind für viele Einheimische das Hauptverkehrsmittel, insbesondere in ländlichen Regionen. Die abwechslungsreiche Landschaft Malawis bietet hervorragende Möglichkeiten für Freizeit-Radtouren und längere Strecken, vor allem entlang des Malawisees sowie in den Hochländern. • Routen & Mountainbiking: Besonders beliebt für Mountainbike-Touren sind das Nyika-Plateau im Norden sowie die Region rund um das Mulanje-Massiv im Süden. • Straßenbedingungen: Außerhalb der Hauptstädte ist das Verkehrsaufkommen zwar meist gering, Radfahrer sollten jedoch auf unebene Fahrbahnbeläge, fehlende Seitenstreifen und vereinzelt schweren Lastverkehr auf den Hauptrouten achten. • Herausforderungen & Vorbereitung: Das heiße Klima, hügeliges Terrain und eine kaum vorhandene Rad-Infrastruktur machen Langstrecken anspruchsvoll. Führen Sie bei Touren außerhalb von Städten stets ausreichend Trinkwasser, Ersatzteile und Basis-Reparaturwerkzeug mit.

Reisebus

Fernbusse & Überlandverkehr: Fernbusse sind das primäre und günstigste Verkehrsmittel für Reiserouten zwischen den größeren Städten Malawis (darunter Lilongwe, Blantyre, Mzuzu, Zomba und Karonga). Das Streckennetz ist gut ausgebaut und bietet eine preiswerte Alternative zu Inlandsflügen oder Mietwagen. • Anbieter & Komfort: Mehrere private Busunternehmen bedienen die Hauptverbindungen. Neben einfachen Regionalbussen bieten Anbieter wie AXA Coach Services, Sososo Coaches, Kwezy Bus oder National Bus komfortable Express- und Luxusreisebusse mit Klimaanlage und festen Sitzplatzreservierungen auf Strecken wie Blantyre – Lilongwe – Mzuzu an. • Fahrzeiten & Buchung: Fahrten über längere Distanzen (besonders vom Süden in den hohen Norden nach Karonga) können einen ganzen Tag in Anspruch nehmen. Eine frühzeitige Ticketbuchung vor Ort oder online wird für gefragte Strecken und an Feiertagen dringend empfohlen. Abfahrten erfolgen in der Regel an den zentralen Busbahnhöfen (*Bus Terminals*) der städtischen Zentren.

Vorschriften

Verkehrsbestimmungen & Geschwindigkeitsbeschränkungen: In Malawi gilt Linksverkehr. Treiber und Fahrzeuge müssen jederzeit gültige Dokumente mitführen (nationaler und Internationaler Führerschein, Fahrzeugschein und Versicherungsnachweis). • Promillegrenze: Es gilt eine gesetzliche Blutalkoholgrenze von 0,8 ‰. Fahren unter Alkoholeinfluss wird streng geahndet. • Polizeikontrollen: Auf Hauptstraßen und vor Städten sind Polizeikontrollpunkte (*Checkpoints*) sehr gewöhnlich. Halten Sie stets an und halten Sie Ihre Dokumente bereit. • Geschwindigkeitsbegrenzungen (sofern nicht anders beschildert): Innerorts: 50 km/h Außerorts / Landstraßen: 80 km/h Schnellstraßen / Fernstraßen (M-Straßen): 100 km/h  

Pannenhilfsdienst

Pannenhilfe & Notfallvorsorge: Pannendienste sind in den Hauptstädten sowie entlang des zentralen Fernstraßennetzes verfügbar, in abgelegenen Regionen jedoch nur stark eingeschränkt. Außerhalb von Lilongwe und Blantyre ist mit längeren Anfahrts- und Wartezeiten zu rechnen. • Mietfahrzeuge: Bei Pannen oder Unfällen mit einem Mietwagen ist stets zuerst der Autovermieter zu kontaktieren, da dieser meist eigene Pannendienste oder Abschlepphilfen bereitstellt. • ADAC-Notruf & Partnerclub: Der ADAC-Auslands-Notruf bietet Mitgliedern rund um die Uhr Unterstützung (Fahrzeugschäden: Tel. +49 89 22 22 22; medizinische Notfälle: Tel. +49 89 76 76 76). Der lokale Partnerclub vor Ort ist der AA Autoclub (Nexus Ltd.) in Lilongwe (Tel. +265 1 750 245). • Vorsorge für Überlandfahrten: Führen Sie bei längeren Fahrten durch dünn besiedelte Gebiete stets ausreichend Trinkwasser, ein aufgeladenes Mobiltelefon, ein Notfall-Kit sowie Ersatzrad und Werkzeug mit.

Dokumentation

Führerschein & Dokumentenpflicht: Für kurze Aufenthalte können ausländische Besucher in Malawi mit ihrem nationalen Führerschein fahren. Das Mitführen eines Internationalen Führerscheins (in Kombination mit dem nationalen Führerschein) wird jedoch dringend empfohlen und von den meisten Autovermietungen sowie bei Polizeikontrollen verlangt. Fahrzeugführer müssen bei allen Fahrten folgende Dokumente im Original mitführen: Nationaler Führerschein und Internationaler Führerschein Reisepass oder ein amtlicher Lichtbildausweis Fahrzeugpapiere (Fahrzeugschein / Registration Documents) Nachweis einer gültigen Kfz-Versicherung Zusätzliche Unterlagen bei Grenzüberschreitung & Mietwagen: Bei der Einreise mit dem eigenen Fahrzeug müssen bei Bedarf temporäre Einfuhrdokumente (Temporary Importation Permit / TIP) vorgelegt werden. Für Mietfahrzeuge sind der Mietvertrag sowie gegebenenfalls spezielle Genehmigungen des Vermieters für grenzüberschreitende Fahrten in Nachbarländer erforderlich.

Unterwegs in der Stadt

Stadtverkehr & Unterwegs in den Städtischen Zentren: In den größeren Städtischen Zentren wie Lilongwe, Blantyre, Mzuzu und Zomba stehen verschiedene Transportmöglichkeiten für den Nahverkehr zur Verfügung. • Kleinbusse (Minibuses): Sie bilden das Hauptverkehrsmittel der lokalen Bevölkerung. Sie fahren auf festen Routen und sind sehr günstig, jedoch meist extrem überfüllt. Für Touristen empfiehlt sich meist die Fahrt mit einem Taxi. • Private Taxis & Ride-Hailing: Private Taxis sind weit verbreitet und können für Kurzstrecken oder tagesweise gemietet werden. Da Taxameter fehlen, muss der Preis vor Fahrtantritt verhandelt werden; viele Hotels vermitteln zuverlässige Fahrer. In Lilongwe und Blantyre gibt es zudem vereinzelt lokale Ride-Hailing-Apps. • Zu Fuß unterwegs: Viele Innenstädte (insbesondere Blantyre) lassen sich tagsüber gut zu Fuß erkunden. Achten Sie dabei auf unebene oder fehlende Gehwege sowie auf dichtes Verkehrsaufkommen rund um Märkte, Busbahnhöfe und Geschäftsviertel.

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Schienenverkehr & Zugverbindungen: Der Personenverkehr auf der Schiene spielt in Malawi eine untergeordnete Rolle. Die eingleisige Hauptstrecke verbindet Limbe (bei Blantyre) über Balaka und Liwonde mit Nayuchi nahe der mosambikanischen Grenze. Auf anderen Streckenabschnitten des malawischen Schienennetzes verkehren Züge nur sporadisch und in Abhängigkeit von betrieblichen Erfordernissen und aktuellen Fahrplänen.

Unterwegs mit dem Schiff

Schifffahrt auf dem Malawisee: Der Malawisee ist eine zentrale Transportroute für die Anwohner am Ufer, insbesondere in Regionen mit eingeschränkter Straßenanbindung. Passagier- und Frachtschiffe verbinden Häfen und Siedlungen entlang des Sees und befeuern den lokalen Personen- und Warentransport. • Die MV Ilala & Inselfähren: Das wohl bekannteste Passagierschiff ist die legendäre MV Ilala. Sie bedient einen Langstreckendienst entlang des Malawisees und steuert Uferstädte sowie Inseln an (darunter die isolierte Insel Likoma Island). Die Fahrten sind langsam und die Fahrpläne können sich kurzfristig ändern, jedoch bietet das Schiff Zugang zu Orten, die auf dem Landweg kaum erreichbar sind. • Rundfahrten & Ausflüge: Regionale Schifffahrtsgesellschaften und Unterkünfte bieten zudem Rundfahrten und Bootstouren auf dem Malawisee an. Nähere Auskünfte und Buchungsmöglichkeiten erteilen die örtlichen Reisebüros sowie die Hotel-Rezeptionen vor Ort.

Nationalitäten

Reisepass erforderlich Visum erforderlich Rückreiseticket erforderlich
Deutschland Ja Ja Ja
Österreich Ja Ja Ja
Schweiz Ja Ja Ja
Andere EU-Länder Ja Ja Ja
Türkei Ja Ja Ja

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein. Hinweis: In Malawi besteht Ausweispflicht.

Anmerkung zum Reisepass

Die Einreisebestimmungen können sich ändern. Die hier bereitgestellten Informationen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Reisenden wird jedoch empfohlen, sich vor Reiseantritt bei der zuständigen Botschaft oder offiziellen Regierungsstellen zu informieren. Wir übernehmen keine Haftung für etwaige Unannehmlichkeiten oder Verluste, die durch Änderungen dieser Bestimmungen entstehen. Achtung: Die Anforderungen einzelner Fluggesellschaften an die von ihren Passagieren mitzuführenden Dokumente weichen zum Teil von den staatlichen Regelungen ab. Deutsche Reisende benötigen für die Einreise nach Deutschland einen mindestens gültigen Reisepass / Personalausweis. Bei Transit über Drittländer wird grundsätzlich ein Reisepass mit einer Gültigkeit von mindestens 6 Monaten empfohlen.

Visainformationen

Für die Einreise nach Malawi ist grundsätzlich ein Visum erforderlich. Achtung: Visumpflichtige Reisende müssen ihr Visum vor der Reise als e-Visum beantragen. Hinweis: Die malawische Botschaft in Berlin stellt keine Visa mehr aus und verweist ausschließlich auf die Online-Beantragung des e-Visums.

Kosten

E-Visum (Gebühren): 50 US-$: Einmalige Einreise (gültig für 3 Monate ab Ausstellung, für einen Aufenthalt von max. 30 Tagen; eine Verlängerung um max. weitere 60 Tage kann vor Ablauf der ersten 30 Tage vor Ort beantragt werden). 50 US-$: Transit-Visum (für max. 7 Tage Aufenthalt). 150 US-$: Mehrmalige Einreise (6 Monate gültig). 250 US-$: Mehrmalige Einreise (12 Monate gültig).

Visaarten und Kosten

Touristenvisum (einmalige, mehrmalige Einreise), Transitvisum.

Gültigkeit

Visumgültigkeit & Aufenthaltsdauer: Touristenvisum: Gültigkeit von 3 Monaten (einmalige Einreise) bzw. 6 bis 12 Monaten (mehrmalige Einreise) ab Ausstellungsdatum. An der Grenze wird in der Regel zunächst eine Aufenthaltsdauer von bis zu 30 Tagen gewährt. Aufenthaltsverlängerung: Der Aufenthalt kann vor Ort gebührenpflichtig auf insgesamt bis zu 90 Tage verlängert werden (u. a. bei den Dienststellen des Department of Immigration z. B. in Blantyre oder Lilongwe). Transitvisum: Maximale Aufenthaltsdauer von bis zu 7 Tagen.

Transit

Visumfreier Transit: Visumpflichtige Transitreisende benötigen kein Transitvisum, wenn sie innerhalb von 24 Stunden weiterreisen, über gültige Dokumente für die Weiterreise sowie bestätigte Flugtickets verfügen und den Transitbereich des Flughafens nicht verlassen. Hinweis: Diese Regelung gilt nicht für Staatsangehörige bestimmter Länder (darunter u. a. Bulgarien, Kroatien, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn), die auch für den Transit ein Visum benötigen. Weitere Auskünfte erteilen die zuständigen malawischen Vertretungen. Die Beantragung erfolgt vor der Einreise als e-Visum. Hinweis: Die malawischen Botschaften in Berlin und Brüssel stellen keine Visa mehr aus.

Antrag erforderlich

Erforderliche Unterlagen für die e-Visum-Beantragung (Online): Da Visa für Malawi vor der Reise online als e-Visum beantragt werden müssen, werden alle Unterlagen digital im System hochgeladen: Reisepass: Digitaler Scan der Passseite mit den persönlichen Daten (der Pass muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein). Passfoto: Aktuelles digitales Passbild im Hochformat (JPEG/PNG). Reise- und Aufenthaltsangaben: Angaben zur Reiseroute, Nachweis der Buchung (z. B. Flugbestätigung für Hin- und Rück- bzw. Weiterreise) sowie Adressangaben der Unterkunft in Malawi (z. B. Hotelbuchung). Finanzierungsnachweis: Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel für die Dauer des Aufenthalts (z. B. Kontoauszug). Gebührenzahlung: Die Zahlung der Visumgebühr erfolgt direkt online per Kreditkarte (keine Barzahlung oder Postanweisung). Besuchsreisen: Zusätzlich ein persönliches Einladungsschreiben der Gastgeber in Malawi. Geschäftsreisen: Zusätzlich ein Entsendeschreiben des Arbeitgebers bzw. ein offizielles Einladungsschreiben des Geschäftspartners in Malawi.

Temporärer Wohnsitz

Anfragen vor der Abreise an den Controller of Immigration Services, PO Box 331, MW-Blantyre.

Bearbeitungsdauer

Bearbeitungszeit (e-Visum): ca. 5 Werktage

Nachweis ausreichender Geldmittel

Finanzielle Mittel: Ausländische Staatsangehörige müssen bei der Einreise nachweisen können, dass sie über ausreichende Geldmittel für die Dauer ihres Aufenthalts verfügen.

Benötigte Dokumente bei der Einreise

Gesundheitskontrollen & Impfbestimmungen: Da bei der Einreise bisweilen Gesundheitskontrollen durchgeführt werden, sollte der Impfausweis stets im Handgepäck mitgeführt werden. Gelbfieber-Immpfpflicht: Eine Gelbfieberimpfung ist vorgeschrieben für alle Personen ab einem Alter von 1 Jahr, die aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet einreisen oder sich während der Anreise länger als 12 Stunden im Transitbereich eines solchen Landes aufgehalten haben. Der Nachweis ist durch ein internationales Impfzertifikat zu erbringen. Bei einer direkten Einreise aus Europa ist keine Gelbfieberimpfung erforderlich.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Elektronischer Reisepass für Personen unter 24 Jahren. Österreicher: Eigener Reisepass. Schweizer: Eigener Reisepass. Türken: Eigener Reisepass. Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern. Alleinreisende Minderjährige sollten eine von beiden Elternteilen unterschriebene Reisegenehmigung mitführen (auf Englisch und mit Unterschriftsbeglaubigung).

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein. Hinweis: In Malawi besteht Ausweispflicht.

Visainformationen

Für die Einreise nach Malawi ist grundsätzlich ein Visum erforderlich. Achtung: Visumpflichtige Reisende müssen ihr Visum vor der Reise als e-Visum beantragen. Hinweis: Die malawische Botschaft in Berlin stellt keine Visa mehr aus und verweist ausschließlich auf die Online-Beantragung des e-Visums.

Impfungen

Impfung benötigt Beleg erforderlich
Gelbfieber 2
Dengue-Fieber 1
Tollwut 5 -
Malaria 4 -
Hepatitis A und B 3 -

Übersicht

Der Standard der medizinischen Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen. Bei Verkehrsunfällen außerhalb der Städte ist die Notfallversorgung nicht gesichert. Kliniken/Flugrettung: - Kamuzu Central Hospital, Tel: (01) 75 37 44, (01) 75 35 55 oder (01) 75 04 43. - MARS (Medical Air Rescue Service), Tel: (01) 79 50 18, (01) 79 49 67, Nofälle: Tel: (01) 79 40 36.- MRI Johannesburg, Tel: 101-27-114 40 37 90.- Deutsche Rettungsflugwacht e. V., Tel: +49-711 70 10 70.Ein Auslands-Krankenversicherungsschutz und eine Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen werden.

Anmerkungen Impfungen

[1] Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. Bei längerem Aufenthalt oder besonderer Exposition empfiehlt sich eine Impfung gegen Dengue-Fieber. [2] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden (auch von Transitreisenden) verlangt, die nach Aufenthalt in den von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete einreisen wollen und über ein Jahr alt sind. Ausgenommen sind Reisende ab 65 Jahren, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben. [3] Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen. [4] Malariarisiko besteht ganzjährig in allen Landesteilen. Die gefährlichere Form Plasmodium falciparum ist mit einem Anteil von 99 % der Fälle vorherrschend. [5] Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. streunende Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. [6] Tuberkulose kommt vor. Eine Impfung gegen Tuberkulose sollte bei besonderer Exposition erwogen werden. [7] Typhus kommt vor. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.

Essen und Trinken

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen durchgeführt werden. Milch ist nicht immer pasteurisiert. Trocken- und Dosenmilch sind erhältlich und im Zweifelsfall empfehlenswert. Alle Milchprodukte unterliegen strengen Qualitätskontrollen des Malawi Bureau of Standard. Obst sollte man vorsichtshalber schälen. Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden. Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen und im Malawi-See vor. Generell sollte man vor Ort Rat einholen, bevor man in Binnengewässern badet. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich. Die durch Mücken übertragene Viruserkrankung Chikungunya (CHIC) kommt vor. Wirksamen Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel. Eine Impfung gegen Chikungunya ist verfügbar, eine Impfempfehlung der STIKO besteht jedoch noch nicht. HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen. Malawi gehört zu den Ländern mit der höchsten Durchseuchung. Die Schlafkrankheit kommt vorwiegend im Norden des Landes vor. Mückenschutz beachten.  

Währung

1 Kwacha = 100 Tambala. Währungskürzel: MWK (ISO-Code). Geldscheine gibt es in den Nennwerten 1000, 500, 200, 100, 50 und 20 MWK. Münzen sind im Wert von 10, 5 und 1 MWK und 50 Tambala im Umlauf.

Kreditkarten

Internationale Kreditkarten (meist Visa und Mastercard) werden in Malawi in großen Hotels, Geschäften, in Reisebüros sowie von Autovermietern angenommen. Es werden in der Regel jedoch hohe Gebühren berechnet. Gelegentlich verhindern technische Probleme das Bezahlen mit der Kreditkarte. 

Geldautomaten

Bargeld & Geldautomaten (ATMs): Geldautomaten stehen in den größeren Städten wie Lilongwe, Blantyre und Mzuzu sowie in einigen Einkaufszentren und touristischen Regionen zur Verfügung. Visa- und Mastercard-Kreditkarten sowie moderne Debitkarten (Visa Debit, Debit Mastercard) werden von den meisten Bankautomaten akzeptiert. Dennoch kommt es gelegentlich zu technischen Ausfällen oder Engpässen bei der Bargeldversorgung. In ländlichen Regionen und abgelegenen Schutzgebieten gibt es kaum Automaten – Reisende sollten daher für Fahrten außerhalb der Städte stets ausreichend Bargeld (Malawi-Kwacha) mitführen. Bankkarten (Girocard, Debitkarte & Kreditkarte): Bargeldabhebungen und Zahlungen im Ausland haben sich stark verändert. Für eine sichere Reisekasse gilt Folgendes: Kreditkarten (Visa / Mastercard): Sie bieten die höchste Akzeptanz bei Geldautomaten in Malawi und sind zwingend erforderlich für Hotelbuchungen, Mietwagen und Notfälle. Debitkarten (Visa Debit / Debit Mastercard): Diese haben ältere Girocards abgelöst und funktionieren an den meisten malawischen Geldautomaten, sofern diese an die Netzwerke von Visa oder Mastercard angeschlossen sind. Alte Girocards (Maestro / V-Pay): Das Maestro-System wird schrittweise eingestellt (Mastercard hat die Neuaufstellung seit Juli 2023 gestoppt; bestehende Karten laufen bis spätestens Ende 2027 aus). Reine Girocards oder Karten mit dem reinen V-Pay-Symbol funktionieren in Afrika in der Regel nicht. Wichtige Hinweise für die Reisekasse: Bank informieren: Informieren Sie Ihre Bank vor der Reise über Ihren Aufenthalt in Malawi, damit Ihre Karte nicht wegen Verdachts auf Kartenbetrug gesperrt wird. Limit & Gebühren: Abhebungslimits und Gebühren variieren je nach Bank (in Malawi gilt oft ein maximaler Auszahlungsbetrag pro Transaktion, der ggf. mehrfache Abhebungen erfordert). Notfall-Reserve: Verlassen Sie sich nie auf eine einzelne Karte und nehmen Sie immer eine Kombination aus Kreditkarte, Debitkarte und etwas Bargeld (US-Dollar oder Euro zum Umtauschen) mit.

Reiseschecks

Reiseschecks werden in Malawi nicht akzeptiert.

Öffnungszeiten der Bank

Banköffnungszeiten: Montag bis Freitag von 08:00 bis 15:00 Uhr, samstags von 08:00 bis 11:00 Uhr. Die Öffnungszeiten von Wechselstuben (Bureau de Change) und touristischen Bankschaltern in den Großstädten Lilongwe und Blantyre können abweichen.

Devisenbestimmungen

Devisen- & Währungsvorschriften: Fremdwährung: Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbeschränkt möglich, muss jedoch bei der Ankunft deklariert werden (Deklarationspflicht). Die Bestätigung der Deklaration sollte sorgfältig aufbewahrt werden, da die Ausfuhr von Fremdwährungen auf den bei der Einreise deklarierten Betrag beschränkt sein kann. Landeswährung (Malawi-Kwacha): Die Ausfuhr der Landeswährung ist für Touristen beschränkt (auf den Gegenwert von maximal 5.000 US-$ pro Person). Für Personen mit Wohnsitz in Malawi (Residents) gelten abweichende Währungsvorschriften.

Währungen

Code Symbol Wechselkurse (ohne Gewähr)
MWK Mk

Überblick

Amtssprachen sind Chichewa und Englisch. Außerdem werden regional Chitumbuka, Lomwe, Yao und Sena gesprochen.

01.01.2026 Neujahr

15.01.2026 Chilembwe-Gedenktag

03.03.2026 Tag der Märtyrer

20.03.2026 Eid al-Fitr (Ende des Ramadan)

03.04.2026 Karfreitag

06.04.2026 Ostermontag

01.05.2026 Tag der Arbeit

14.06.2026 Tag der Freiheit

06.07.2026 Tag der Republik

14.10.2026 Muttertag

25.12.2026 Weihnachten

26.12.2026 Weihnachten

Fällt ein Feiertag auf einen Samstag, wird der vorherige Tag zum Feiertag; sollte er auf einen Sonntag fallen, wird der folgende Montag zum Feiertag. Die Bekanntgabe von Feiertagen kann manchmal kurzfristig erfolgen.

Überblick

Zollbestimmungen & Freimengen: Reisende ab 16 Jahren können folgende Waren für den persönlichen Gebrauch zollfrei nach Malawi einführen: Tabakwaren: 200 Zigaretten oder 250 g Tabak in beliebiger Form. Alkoholika: 1 Liter Spirituosen sowie 1 Liter Wein oder Bier. Parfüm & Kosmetika: 250 ml Eau de Toilette und 50 ml Parfüm. Sonstige Waren/Geschenke: Waren und Gegenstände für den persönlichen Gebrauch bis zu einem Gesamtwert von 300.000 MWK (Malawi-Kwacha) pro Person.   Die Freimengen für zollfreie Waren können sich ändern, manchmal auch kurzfristig, zum Beispiel durch neue Vorschriften oder äußere Umstände. Freimengen und Zollvorschriften können sich aufgrund von Gesetzesänderungen kurzfristig ändern Reisenden wird empfohlen, sich vor der Abreise bei den offiziellen malawischen Zollbehörden (Malawi Revenue Authority) zu erkundigen. Die Angaben sind immer so aktuell wie zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Reisende sollten vor ihrer Reise die aktuellen Freimengen bei den zuständigen Zollbehörden überprüfen. Wir übernehmen keine Verantwortung für Probleme oder Verluste, die durch Änderungen dieser Regeln entstehen. Quelle: Malawi Trade Portal Weitere Informationen sind vom malawischen Zoll erhältlich.
Konsulat der Republik Malawi

Das Konsulat liegt im Zuständigkeitsbereich der Botschaft der Republik Malawi in Auderghem (Belgien).


Dolderstrasse 102
Zürich
Switzerland
+41 (0)43 817 05 82.
Botschaft der Republik Malawi

(Auch für die Schweiz zuständig.)


Avenue Herrmann-Debroux 46
Auderghem
Belgium
+32 (0)2 231 09 80.
http://www.embassymalawi.be

Mo-Do 09.00-13.00 und 14.00-17.00, Fr 09.00-14.00 Uhr.


Botschaft der Republik Malawi

(Auch für Österreich zuständig.)


Westfälische Straße 86
Berlin
Germany
+49 (0)30 843 15 40.
http://www.malawiembassy.de

Mo-Do 09.00-12.30 und 13.00-16.00 Uhr, Fr 09.00-14.00 Uhr. Visaanträge: Mo 10.00-12.00 Uhr; Visaabholung: Do 10.00-12.00 Uhr. Visaanfragen: Mo-Do 09.00-12.00 Uhr.


Geschäftsetikette

Bei Geschäftsbesuchen sind Anzug und Krawatte angebracht. Terminvereinbarung und Visitenkarten sind üblich. Büros öffnen früh. Die beste Zeit für Geschäftsreisen sind die Monate Mai bis Juli und September bis November.Geschäftszeiten: Mo-Fr 07.30-17.00 Uhr.

Geschäftskontakte

Malawi Confederation of Chambers of Commerce & Industry (MCCCI) (Verband der Industrie- und Handelskammern) 61 Masauko Chipembere Highway, Chichiri Trade Fair Ground, PO Box 258, Blantyre, Malawi Tel. +265 (0)187 19 88. Website: www.mccci.org

Telefon

Internationale Telefonvorwahl. Die Landesvorwahl ist 00265. 

Mobiltelefon

3G-, 4G- und teilweise 5G-Mobilfunknetz. Zu den Mobilfunkanbietern zählen u.a. Airtel und TMN. Der Empfangs-/Sendebereich deckt die größten Städte und deren Umland ab. Roaming-Abkommen bestehen u.a. mit Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dennoch lohnt sich für Touristen in der Regel der Erwerb einer lokalen SIM-Karte.

Internet

In den größeren Städten gibt es Internetcafés. Außerdem stellen Flughäfen, zahlreiche Hotels, Restaurants und andere öffentliche Plätze WLAN zur Verfügung, zum Teil auch auf dem Land.

Post

Post nach Europa ist ungefähr 7-10 Tage unterwegs. Die Postämter sind im Allgemeinen Mo-Fr 07.30-12.00 und 13.00-17.00 Uhr geöffnet. Manche Postämter in den größeren Städten öffnen sonntags 09.00-10.00 Uhr, jedoch nur zum Briefmarkenverkauf. Außerdem gibt es Kurierdienste.

Radio

Zahlreiche deutschsprachige Radiosender lassen sich u.a. über Astra-Satelliten bzw. über das Internet in Malawi empfangen.

Der Norden

Die Straße von Kasungu nach Mzuzu, einer bislang wenig besuchten
Stadt im Norden des Landes, führt durch das hügelige Grasland der
Viphya-Hochebene. Weiter nördlich in der Nähe der Livingstonia-Mission gelangt man zum Livingstonia-Steilhang und zu den Manchewe-Wasserfällen in
herrlicher Umgebung. In Livingstonia gibt es ein Museum. Die gesamte
Region ist in jüngster Zeit in der Besuchergunst gestiegen. Mzuzu hat
ein erstklassiges Hotel und verschiedene kleinere Einrichtungen und
bietet sich als Ausgangspunkt für Fahrten zum Nyika-Nationalpark und zur Nkhata Bay an. Ein anderer Wildpark in dieser Region ist das wunderschöne Vwasa Marsh Game Reserve.

Nationalparks

Malawi hat fünf große Nationalparks, die für Besucher geöffnet sind.
Der Nyika-Nationalpark ganz im Norden ist ganzjährig geöffnet. Der 2000-3000 m hoch gelegene Park erstreckt sich über fast die gesamte Nyika-Hochebene. Rauschende Bäche, Nadelwälder, tiefe Täler und hügeliges Grasland sind charakteristisch für diese Region. Seltene Vögel, Schmetterlinge, Großwild und Blumenreichtum machen jeden Ausflug zum Erlebnis.
Chelinda Camp liegt hoch oben am Rande eines Nadelwaldes. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick über den Stausee. Unterkunft findet man in Häuschen mit offenem Kamin. Der Chowo Forest in der Nähe von Chelinda ist ideal für Wanderungen und einer der letzten noch erhaltenen Naturwälder des Parks.
Das Vwasa Marsh-Wildreservat liegt westlich von Mzuzu. Ein neues Camp mit Luxus-Hütten überschaut den Kazumi-See. Elefanten, Büffel, Nashörner und unzählige Vogelarten leben u. a. hier in ihrem natürlichen Habitat. Die Landschaft besteht zum Teil aus Wäldern, offenem Grasland und Sumpfgebieten. Dieses Reservat ist ein Stück unberührter Natur.
Der Kasungu-Nationalpark ist ein ca. 2000 qkm großes Waldgebiet im Nordwesten der mittleren Region. Er liegt 112 km von Lilongwe entfernt. Hauptattraktion des Parks sind die Elefanten, die am frühen Morgen und gegen Abend erscheinen, um an den Dambos oder Flusskanälen zu trinken. Das Grasland dient den großen Büffelherden als Nahrung. Die scheuen Geparden, Leoparden und Löwen lassen sich nur selten blicken; Säbelantilopen, Zebras, Kudus und Rietböcke sind dagegen weit verbreitet. Kasungu ist in der Regel von Anfang Mai bis Ende Dezember geöffnet. Unterkunft finden Besucher in der Lifupa Wildlife Lodge, einem Hotelkomplex aus strohgedeckten Häuschen mit Restaurant, Schwimmbad, Tagescamp und einfachen sanitären Anlagen.
Der Lengwe-Nationalpark im äußersten Südwesten ist nur 130 qkm groß und das nördlichste Habitat der seltenen und scheuen Nyala-Antilope. Buschbock, Kudu, Hartebeest, Impala, Warzenschwein und Duiker sind hier ebenfalls anzutreffen. In versteckten Beobachtungsständen können all diese Tiere aus nächster Nähe betrachtet werden. Begrenzte Unterkunftsmöglichkeiten sind im Lengwe Game Camp vorhanden.
Der Liwonde-Nationalpark erstreckt sich über die Ebenen des Shire Valley vom Malombe-See im Norden bis zum Stadtgebiet Liwondes im Süden. In gemieteten Booten kann man durch die Schilfsümpfe fahren und Flusspferde, Elefanten und Wasserböcke an der Tränke beobachten. Auf Auto- oder Busfahrten sieht man Wald- und Steppentiere wie Säbelantilopen, Kudus, Duiker und Paviane. Ein Wasservogelschutzgebiet bietet Reihern, Enten, Gänsen, Eisvögeln und Kormoranen Nistplätze. Der Park ist zwischen November und Mai geschlossen. Campingplätze und Kochgelegenheiten stehen im Mvuu Camp zur Verfügung, das von Wilderness Safaris betrieben wird. Die Einrichtung eines Bootsverkehrs zwischen einem Hotel an der Südspitze des Malawi-Sees und der Liwonde-Talsperre ist geplant. Nähere Auskünfte erteilt das Department of Tourism (s. Adressen).
Der 1980 gegründete Malawi-See-Nationalpark umfasst den südlichen und mittleren Teil des Sees. Tropische Fische sind hier die Hauptattraktion. Landeinwärts findet man Klippspringer, Buschböcke und Vervet-Affen. Der Park ist ganzjährig geöffnet. Campingplätze sind vorhanden. Gute Unterkünfte bieten u. a. die Nkopola Lodge, der Club Makokola, das Mulangeri und das Palm Beach.
Neben den Nationalparks gibt es eine Reihe weiterer Natur- und Landschaftsschutzgebiete, in denen zurzeit keine Unterkunftsmöglichkeiten für Besucher zur Verfügung stehen. Das ca. 65 km nördlich von Lengwe gelegene Majete-Wildreservat ist abgelegen und wenig erschlossen. Es bietet zahlreichen Tierarten einen Lebensraum, u. a. Flusspferden, Elefanten und Großkatzen. Südöstlich von Lengwe befindet sich das Mwabvi-Wildreservat, in dem schwarze Nashörner, Impalas, Zebras und Säbelantilopen in geringer Anzahl leben. Weitere Schutzgebiete sind das Nkhotakota-Wildreservat in der mittleren Region, Lizard Island bei Salima, das Lilongwe-Naturschutzgebiet in der Hauptstadt und der Michiru Mountain Park in der Nähe von Blantyre, ein Paradies für Vogelkundler.

Der Süden

Blantyre, das Geschäftszentrum der südlichen Region, wurde Ende des letzten Jahrhunderts gegründet. Es besteht eigentlich aus zwei Städten: Blantyre und Limbe, die ca. 7 km voneinander entfernt und durch ein Industriegebiet getrennt sind. Auf halbem Weg zwischen Blantyre und Limbe, abseits der Hauptstraße, befindet sich das Nationalmuseum. Ausflüge können auch zur Kirche St. Michael and All Angels sowie zum Mandala House, dem ältesten europäischen Gebäude in Malawi, unternommen werden.
Südwestlich von Blantyre liegt Lengwe, der kleinste Nationalpark des Landes (siehe unten). 60 km nördlich von Blantyre liegt die Universitätsstadt Zomba, die einen ausgezeichneten Markt hat. Ein Abstecher zum Berg Zomba mit seinen Wasserfällen, fischreichen Bächen, Fichtenschonungen und seltenen Orchideen lohnt sich. Seine Ausläufer umrahmen einen der schönsten Golfplätze Afrikas auf einem Gelände mit Bächen, kleinen Wasserfällen, Bäumen und Felsformationen. In der Nähe kommt man an Chingwes Loch vorbei, das angeblich so tief ist, dass es nicht gemessen werden kann. Im Südosten erstrecken sich die weitläufigen Teeanbaugebiete, aus denen sich das Mulanje-Massiv erhebt. Bei Sapitwa ragt ein Gipfel über 3000 m hoch auf. Mulanje bietet Touristen viel Abwechslung, man kann bergsteigen, wandern oder, weniger anstrengend, Forellen fischen. Wege und Feuerschneisen erschließen die meisten Regionen des Massivs. Gut gepflegte Waldhütten sind ideale Raststationen für Streifzüge durch die umliegenden Wälder und Berge.

Der Malawi-See

Der riesige Malawi-See erstreckt sich vom äußersten Nordosten bis nach Mangochi im Süden. Die Ufer des fast 24.000 qkm großen und 699 m hoch gelegenen Sees sind überwiegend sandig, die erschlosseneren Küstenabschnitte sind größtenteils frei von Bilharziose-Erregern (s. Gesundheit). Krokodile sind an den Hauptbadeorten nicht anzutreffen. Es gibt keine Gezeiten oder Strömungen. Die meisten Hotels stellen Boote zur Verfügung und ermöglichen ihren Gästen Wassersport wie Segeln, Fischen, Wasserskifahren und Surfen. Der Malawi-See ist ein Unterwasserparadies für Taucher. Er ist der artenreichste See der Welt.
Ausgezeichnete Strände laden auf der Insel Likoma zum Baden ein, die auf einem Hügel stehende anglikanische Kathedrale ist ebenfalls einen Besuch wert. Unterkünfte stehen hier nur begrenzt zur Verfügung.
Den Malawi-See lernt man am besten auf einer Rundreise mit der Ilala II kennen, dem kleinen Linienschiff des Sees, das zwischen der Monkey Bay (nördlich des Club Makokola) und Karonga im Norden des Landes verkehrt. Auf der 1052 km langen Reise können sich Besucher die Binnenhäfen ansehen und den Ausblick auf die Gebirgslandschaft genießen. Die Monate von März bis Mai sind für eine Seerundfahrt am günstigsten. Abfahrt ist regelmäßig freitags, Rückkehr am darauf folgenden Mittwoch. In der Hochsaison ist es aufgrund des großen Andrangs erforderlich, Kabinen auf der Ilala II im Voraus zu reservieren und zu bezahlen.
Kap Maclear in der Nähe der Monkey Bay liegt im Malawi-See-Nationalpark (s. Nationalparks). Ein Sandstrand und angenehme Wassertemperaturen laden zum Schwimmen ein. Die Nkhata Bay ist ruhig und abgelegen. Nkhotakota war früher Zentrum des Sklavenhandels im südlichen Afrika und ist eine der ältesten Marktstädte Afrikas.

Zentralmalawi

Senga Bay 19 km von Salima entfernt liegt der größte Badeort der zentralen Region des Landes mit ausgezeichneten Unterkunftsmöglichkeiten und Campingplätzen.
Die Lizard-Insel in der Nähe von Salima steht unter Naturschutz und beheimatet verschiedene Arten von Eidechsen und Adlern.
Westlich von Salima auf dem Weg zur neuen Hauptstadt Lilongwe durchquert man eine große fruchtbare Ebene. Lilongwe hat Zomba als Malawis Hauptstadt abgelöst und liegt im Herzen des fruchtbaren Agrargebietes im Zentrum Malawis. Die moderne Stadt zeichnet sich durch einfallsreiche Architektur und einer reizvollen Umgebung aus. Nördlich der Hauptstadt liegt der 2000 qkm große Kasungu-Nationalpark - ein riesiges Gebiet mit bewaldeten Hügeln und Grasland, das vielen Tierarten einen Lebensraum bietet (siehe unten).

Überblick

Handarbeiten aus Raffiabast, Schilf, Sisal, Palm- und Maisblättern, Möbel aus Holz und Peddigrohr, Specksteinarbeiten, bunte Stoffe, Keramik und Perlstickereien. Holzschnitzereien aus Malawi zählen zu den schönsten aus ganz Afrika. In der Mua Mission südlich von Salima gibt es eine Holzschnitzerschule und ein wunderschönes Geschäft. Traditionelle Musikinstrumente werden im ganzen Land verkauft. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 08.00-17.00 Uhr. Märkte und Straßenstände sind täglich geöffnet.

Übersicht

Die Spezialität des Landes ist frischer Fisch aus dem Malawi-See. Chambo (Tilapia-Fisch) ist die größte Delikatesse des Sees. In Hotelrestaurants und den größeren Restaurants der Hauptstadt isst man sehr gut. Es gibt eine große Auswahl an Geflügel, Milchprodukten und tropischen Früchten. Getränke: Das einheimische Bier ist gut, Importbier und alkoholfreie Getränke sind überall erhältlich. Wein wird hauptsächlich aus Südafrika eingeführt. Gin aus Malawi ist recht bekannt und billig.

Hotels

In den größeren Städten Lilongwe, Blantyre/Limbe und Mzuzu gibt es ausgezeichnete Hotels. Dasselbe gilt für die Haupturlaubsorte an der Küste des Lake Malawi, vor allem im Süden zwischen Monkey Bay und Mangochi. In der Zomba-Hochebene wurde ein neues Luxushotel errichtet.

Camping

Es gibt einige Campingplätze entlang der Küste des Malawi-Sees, oft in Hotelnähe, sowie in den Wildparks und Reservaten. Die Campingplätze sind in der Regel sehr gut ausgestattet und bieten hervorragende Unterkunftsmöglichkeiten in der Trockenzeit von April bis November.

Religion

75 % Christen (überwiegend Protestanten (55 %)); 20 % Muslime; 3 % Anhänger von Naturreligionen.

Soziale Verhaltensregeln

Die bislang vor allem für Frauen strengen Bekleidungsvorschriften sind inzwischen aufgehoben. Dennoch ist im Allgemeinen eher zurückhaltende Kleidung angebracht. Lange Haare bei Männern (über dem Hemdkragen) sind ungern gesehen. Trinkgeld: In den meisten Hotels und Restaurants wird ein Bedienungszuschlag von 10% erhoben. Trinkgeld ist nur für besondere Dienstleistungen üblich. Taxifahrer erhalten 10% Trinkgeld.

Beste Reisezeit

Entlang des Malawi-Sees ist es am wärmsten, jedoch weht meistens eine kühle Brise. Kühler im Bergland. Die Winter (Mai bis Juli) sind trocken. Die Nächte können kalt sein, vor allem im Bergland. Die Regenzeit dauert von November bis März.

Vorwahl

+265

Fläche(qkm)

118,484

Bevölkerung

22.8 million

Bevölkerungsdichte(pro qkm)

241

Bevölkerung im Jahr

2026

Mitglied der EU

No

Hauptnotrufnummer

998

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