Roald Amundsen - ©Hurtigruten
Reise gemerkt

Roald Amundsen: Die Nordwest-Passage

Reisen Sie auf den Spuren Roald Amundsens. Hinauf zum Polarkreis, dem «Gipfel der Welt». Durch die eisigen Gewässer der kanadischen Arktis. Vorbei an den Dörfern der grönländischen Inuit. Ziele, die bis heute kaum ein Schiff ansteuern darf. Eine epische Reise.

29 Tage ab CHF 22'995.–

Abreisedaten:

14.08. – 11.09.21Sa - SaCHF 22'995.–
22.08. – 19.09.22Mo - MoCHF 22'995.–
Buchungscode: lhuyvr2
Der wahre Norden
Wir steuern durch die eisigen Gewässer der kanadischen Arktis, oder «Nunavut», wie es bei den Inuit heisst. Auf unserem Weg wird Sie, von Deck aus, die weite, unberührte Wildnis begeistern. Wir wollen verschiedene Schauplätze früherer Expeditionen besuchen, einige der nördlichsten Gemeinden der Welt ansteuern, legendäre Meeresarme und Kanäle erkunden und Sie mitnehmen auf spannende Touren und Anlandungen mit unseren Polarcirkel-Booten. Wenn es die Bedingungen zulassen, bringen wir unsere Kajaks zu Wasser oder wandern durch die Natur.

Das «obere Ende der Welt»
Am oberen Ende der Welt unterwegs zu sein heisst: sich inmitten einer Eiswelt zu befinden. Wie die Entdecker vor uns, werden auch wir uns dort bewegen, wo es das Eis erlaubt. Wo immer wir fahren, was immer wir sehen, eines können wir versprechen: eine sichere und aufregende Expeditionsreise. Schliesslich befahren wir die Nordwest-Passage, und das wagen auch heute nur wenige Schiffe.

«Hurtigruten»

Tag 1 Schweiz > Vancouver/Kanada
Flug von Zürich nach Vancouver (evtl. Umsteigeverbindung). Nach Ankunft erfolgt der Transfer in Ihr Hotel in Vancouver. Sie haben Zeit zur freien Verfügung. Hotelübernachtung.

Tag 2 Vancouver/Kanada
Vancouver liegt eingebettet zwischen den Coast Mountains und dem Pazifik. Die weltoffene kanadische Metropole zählt zu einer der schönsten und lebenswertesten Städte der Welt. Nach dem Frühstück unternehmen Sie eine Stadtrundfahrt (inbegriffen) und lernen die Highlights der Stadt kennen: Stanley Park mit seinen Gärten, Spazierwegen, Bäumen und Stränden, das Altstadtviertel «Gastown», die quirlige Robson Street mit unzähligen Geschäften, Granville Island mit dem bekannten Food-Market und unzähligen Boutiquen sowie das bunte Chinatown. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Sie haben Zeit die Traumstadt am Pazifik auf eigene Faust zu erkunden. Hotelübernachtung.

Tag 3 Vancouver/Kanada > Nome, Alaska/USA
Nach dem Frühstück fliegen Sie in die Goldgräberstadt Nome, wo unsere epische Reise beginnt. Hier in Nome schloss 1906 Roald Amundsen seine erste
Durchquerung der Nordwestpassage ab. 1898 entdeckten drei Schweden Gold im nahegelegenen Anvil Creek, und innerhalb eines Jahres folgten ihnen 10.000 Männer, die hier ebenfalls verzweifelt ihr Glück versuchten. Im Winter des Jahres 1925 litt Nome unter dem Ausbruch der Diphterie und war gleichzeitig durch Schnee und Eis vom Rest der Welt abgeschnitten. Die einzige Möglichkeit, Impfstoff aus dem 1.600 Kilometer entfernten Anchorage zu besorgen, war eine Hundeschlitten-Staffel. Dieser besondere historische Moment wird im Carrie M. McLain Museum dargestellt. Transfer zu Ihrem Expeditionsschiff – der Roald Amundsen. Beginn Ihres persönlichen Abenteuers.

Tag 4–9 An Bord – Beringstrasse & Beaufortsee
Als Vetus Bering 1728 als Erster diese Strasse durchquerte hatte er natürlich nicht den Komfort, den Sie heute an Bord geniessen. An Ihren ersten Tagen auf See können Sie in Ruhe Ihr Schiff kennenlernen, den Ausblick von Bord geniessen oder einfach am Pool entspannen. Bei 168°W umfahren Sie den westlichsten Punkt des Nordamerikanischen Kontinents, Kap Prince of Wales.
Mit Point Barrows erreichen Sie nicht nur den nördlichsten Punkt Alaskas (und damit der USA), er markiert auch das Ende Ihrer Fahrt durch die Tschuktschensee und den Übergang in die Beaufortsee. Hier halten Sie verstärkt Ausschau nach Grönland- und Grauwalen.

Ruhige Tage auf See sind zum Geniessen da. Sie fahren durch die Beaufortsee, benannt nach Sir Francis Beaufort, der 1805 die gleichnamige Skala entwickelte, um Windstärken zu messen. Später führte er Operationen an, die in der Nordwestpassage nach Franklin suchten. Nutzen Sie alle Annehmlichkeiten an Bord, und gönnen Sie sich echte Entspannung. Sie haben viel Zeit, ihre Mitreisenden kennenzulernen und sind herzlich eingeladen, an Deck zu kommen, um das Erlebnis, auf See zu sein, voll auszukosten.

Seit Jahrhunderten bieten die brennenden «Smoking Hills» einen wirklich erstaunlichen Anblick: wabernder Rauch, der aus den Klippen an der Ostküste von Cape Bathurst aufsteigt. Lignit – eine Kombination aus Schiefer und Schwefelkies – entzündet sich durch Sauerstoff, der durch Erosion freigesetzt wird. 1850 wurde ein Suchtrupp losgeschickt, um die vermisste Franklin-Expedition ausfindig zu machen. Als man den Rauch sah, vermutete man Lagerfeuer der Vermissten und sandte ein Team an Land. Schliesslich musste man erkennen, dass der wabernde Rauch aus den Klippen aufstieg und man der vermissten Franklin-Mannschaft nicht mehr näherkommen würde. Der Name der nahegelegenen Siedlung Paulatuuq bedeutet «Ort der Kohle».

DIE NORDWEST-PASSAGE (Tag 10–18)
Das nächste Ziel ist es, ins Herz der Nordwest-Passage vorzudringen. Seit dem späten 15. Jahrhundert war die Suche nach diesem sagenumwobenen Seeweg durch die kanadische Arktis ein heiliger Gral für Abenteurer. Es gibt Aufzeichnungen über fast 40 Expeditionen, die in diesen Gewässern durchgeführt wurden. Die erste aufgezeichnete Reise hierher wurde 1497 von John Cabot geleitet. Zu den berühmtesten Reisen zählen der gescheiterte Versuch James Cooks, die Passage 1776 zu befahren und vor allem die unglückselige Franklin-Expedition von 1845. Der Norweger Roald Amundsen eroberte die Passage als erster per Schiff, auf einer Expedition, die von 1903 bis 1906 dauerte. Die Eisbedingungen wechseln von Jahr zu Jahr. Hier sind einige der Orte, die Hurtigruten zusammen mit Ihnen bei guten Wetter- und Seebedingungen erkunden möchte:

Ulukhaktokk/Kanada
Kunstdrucke und der nördlichste Golfplatz der Welt
Ulukhaktokk, ehemals unter dem Namen Holman bekannt, ist eine Siedlung an der Westküste der Victoria-Insel in der kanadischen Arktis. Durch die abgeschiedene Lage, kümmern sich die Menschen in Ulukhaktokk wenig um das, was im Rest der Welt passiert. Man hält an alten Traditionen fest, in vielen Aspekten des täglichen Lebens. Rund 460 Menschen leben in diesem entlegenen Dorf. Die Gegend ist bekannt für ihre Schiefer- und Kupfervorkommen. Man nutzt es für «ulus» – traditionelle halbmondförmige Messer. Die heimischen Kunsthandwerker sind international berühmt für ihre traditionelle Inuit-Kunst und Kunstdrucke. Der Ort kann sich auch des nördlichsten Golfplatzes der Welt rühmen. Jedes Jahr im Sommer findet hier ein viertägiges Turnier statt.

Cambridge Bay, Victoria-Insel/Kanada
Ein guter Platz zum Fischen
Die Gemeinde Cambridge Bay liegt an der Südwest-Küste der Victoria-Insel. Auf Inuinnaqtun wird es «Iqaluktuuttiaq» genannt und bedeutet «ein guter Platz zum Fischen». Das Dörfchen liegt in der Nähe des Ekalluk River, der berühmt ist für seine riesigen Saiblinge. Es besitzt eine lange archäologische Geschichte und ist gesegnet mit reichen Fisch-, Gans-, Moschusochsen- und Karibu-Beständen. Archäologische Stätten wurde überall auf dieser riesigen Insel gefunden und zeugen davon, dass indigene Völker in diesem Teil des kanadisch arktischen Archipels schon seit viertausend Jahren leben. Roald Amundsen besuchte die Cambridge Bay 1905. Im Jahr 1918 durchquerte er auf seinem Schiff «Maud» die selbe Route rückwärts, von Westen nach Osten. Die Hudson’s Bay Company kaufte das Schiff als Pelzhandels-Schiff, als es 1925 in Cambridge Bay ankam. Die «Maud» tat noch viele Jahre Dienst, bevor sie im Hafen versank. Der ausgestellte Schiffsrumpf war 80 Jahre lang ein Wahrzeichen von Cambridge Bay. Man versuchte das Schiff wieder flott zu machen und nach Norwegen zurückzuführen. Die Maud, bzw. was davon übrig ist, ist im Sommer 2018 wieder in Bergen angekommen. Das tierreiche Gebiet weist Karibus, Moschusochsen und Seehunde auf. Im August, wenn in der Tundra die Wildblumen blühen, wimmelt es hier vor Vögeln.

Gjøa Haven/Kanada
Das Herz der Nordwestpassage
Gjøa Haven ist ein beliebtes Reiseziel für Liebhaber arktischer Geschichte. Der Name ehrt den norwegischen Forscher Roald Amundsen, der hier auf seiner Gjøa-Expedition überwinterte. Er nannte den Ort den «schönsten kleinen Hafen der Welt». Amundsen und seine Leute verbrachten hier zwei Jahre und waren emsig damit beschäftigt, wissenschaftliche Daten zu sammeln und Karibus zu jagen. Als Amundsen ankam, gab es hier noch keine europäische Siedlung. Doch der Norweger nutzte die Zeit und lernte von den Einheimischen, wie man in Polarregionen überlebt. Ein örtlicher Stamm, die Netsilik Inuit, sind direkte Nachkommen des uralten Volks der Thule und leben bereits seit mehr als tausend Jahren hier.

Die John Ross-Expedition von 1829-1833 besuchte die Region schon früher und die unglückselige John Franklin-Expedition von 1845 nahm hier in der Nähe ihr Ende. Kein Wunder, dass so viele Liebhaber arktischer Geschichte Gjøa Haven besuchen. Heute ist der Ort bekannt für seine lebendige Kunst- und Handwerks-Szene. Die Bildhauer sind berühmt für ihre Darstellungen von schamanischen Gesichtern und talentierte Näherinnen stellen wunderschöne Inuit-Kleidung her. Er beheimatet auch hervorragende kulturelle Veranstaltungsorte wie das Heritage Center, das Hamlet Center und den Nordwest Passage Territorial Trail.

In den warmen Monaten, wenn die Tundra mit Blumen bedeckt ist und die See eisfrei, nisten hier viele arktische Vögel, einschliesslich Seetaucher, Gänse, Enten, Seeschwalben, Raubmöwen, Regenpfeifer, Schneeammer und Schnee-Eulen. Eine stattliche Anzahl Moschusochsen bevölkern die Insel und auch einige Karibus. Wenn Sie ankommen, werden Sie herzlich begrüsst vom «schönsten kleinen Hafen der Welt».

James Ross Strait/Kanada
Geniessen Sie die Fahrt durch die 180 Kilometer lange und 50-65 Kilometer breite James Ross Strait. Sie wurde benannt nach dem britischen Polarforscher James Clark Ross und Roald Amundsen fuhr hier auf seiner Gjøa-Expedition. Die Wasserstrasse verläuft zwischen der Halbinsel Boothia und King William Island. Je nach den vorherrschenden Bedingungen versucht die Roald Amundsen für Wanderungen oder Bootstouren anzulanden.

Fort Ross & Bellotstrasse/Kanada
Heftige Strömungen und Eisberge
Die Bellotstrasse ist eine Meerenge, die als Verbindung vom Prince Regent Inlet zum Peel Sound und der Franklin Strait dient. Südlich des Kanals befindet sich die Halbinsel Boothia, der nördlichste Punkt des nordamerikanischen Festlandes. Die Strasse ist 2 Kilometer breit und besitzt heftige Strömungen, bis zu 15 Stundenkilometer schnell. Auch Treibeis kann hier das Navigieren zur Herausforderung machen. An diesem Tag ist daher eine sorgfältige Beurteilung der Bedingungen notwendig und die Durchquerung muss zeitlich genau berechnet werden, um die stärksten Strömungen zu vermeiden. Trotz allem, kein Grund zur Besorgnis. Die Roald Amundsen besitzt als Expeditionsschiff Eisklasse, Tiefensondierung, vorausschauendes Echolot und Suchscheinwerfer für Eisberge. Der Kapitän und die Besatzung haben viel Erfahrung darin, Sie sicher durch tückisches Gewässer zu bringen. Am östlichen Ende des Kanals wartet das historische Fort Ross, ein Handelsposten, der 1937 von der Hudson’s Bay Company gegründet wurde. An Land existieren noch zwei kleine Hütten, die von der kanadischen Küstenwache aufrechterhalten werden und gelegentlich von den lokalen Inuit als Schutzhütten während ihrer Jagdausflüge genutzt werden. Nach der Durchfahrt der Bellotstrasse, wo die Gewässer des Pazifiks und des Atlantiks aufeinander, erkunden Sie Fort Ross. Nach der Durchfahrt verlassen Sie den Pazifik und erreichen den Atlantik. Natürlich halten Sie weiterhin Ausschau nach Tieren. Nicht vergessen: Je mehr Augen beobachten, desto grösser ist die Chance, Eisbären zu sichten, die hier häufig unterwegs sind.

Beechey Island & Prince Leopold Island/Kanada
Aufregende Orte für Geschichts-Liebhaber
Beechy Island wird eng verknüpft mit der Erkundungsgeschichte der Nordwestpassage. Um die berühmteste Reise, die von Sir John Franklin angeführte britische Expedition, ranken sich eine Menge Rätsel und Geheimnisse. 1845 segelten zwei Schiffe in die Passage, aber weder die Schiffe noch die 129 Besatzungsmitglieder wurden je wiedergesehen. Bekannt ist, dass die Franklin-Expedition 1845-1846 auf Beechey Island überwinterte. Drei Gräber am Ufer (dazu ein weiteres von einem Mitglied des Suchtrupps) belegen den unheilvollen Ausgang für die Seemänner. An Land werden Sie diese Gräber sehen können, ebenso die Überreste von Northumberland House, das von den Rettern errichtet wurde, die nach Franklin und seinen Männern suchten. Die einsame Grabstätte und die Ruinen von Northumberland House vermitteln eine gespenstische Vorstellung von den unfassbaren Herausforderungen, denen die Forscher in dieser endlosen Wildnis gegenüberstanden. Die ovale Insel Prince Leopold Island mit ihren blanken, hoch über dem Meer aufragenden Klippen, beheimatet fast 200.000 Paare an Seevögeln.

Lancaster Sound & Devon Island/Kanada
Verlassene Siedlungen und Wildtier-Begegnungen
Devon Island ist die grösste unbewohnte Insel der Welt (die Antarktis zählt als Kontinent). An der Südküste von Devon Island liegt Dundas Harbour, ein verlassener Ort mit einem alten Camp der kanadischen Polizei RCMP sowie einiger archäologischer Schauplätze. Besuchen Sie die Überreste einiger dieser Gebäude sowie mehrere beeindruckende Orte der Thule. Die Menschen, die hier lebten waren Vorfahren der Inuit. Westlich von Dundas Harbour liegt Croker’s Bay, ein grosser Fjord mit zwei Gezeitengletschern an der Spitze der Bucht. Die Tierwelt ist reich in dieser Gegend. Gut möglich, dass wir Robben, Walrösser, Weisswale und sogar Narwale beobachten können. Eisbären sind hier ebenfalls öfters anzutreffen und die Tundra entlang der Küste beheimatet Schneehasen und Moschusochsen. Ein idealer Platz auch für Bootstouren, um das artenreiche Meeresleben und die fantastischen Gletscher aus der Nähe zu betrachten.

Pond Inlet, Baffininseln/Kanada
Eine von Kanadas echten Juwelen
Der Forscher Sir John Ross benannte Pond Inlet 1818 nach dem renommierten Astronom John Pond. Heute ist das pittoreske Dörfchen eine traditionelle Inuit Gemeinde und befindet sich an der nördlichen Spitze der Baffininsel, unweit des östlichen Eingangs zur Nordwestpassage. Pond Inlet ist von Bergketten umgeben, mit mehreren Dutzend Gletschern, malerischen Fjorden und Meeresarmen, Eishöhlen, geologischen Säulenformationen und treibenden Eisbergen. Sie durchfahren einen hübschen Kanal, der von den Berggipfeln und Gletschern der Baffin- und Bylot-Insel flankiert wird. Auf diesen Breitengraden ist die See fast ganzjährig zugefroren und nur im Juli für eine kurze Spätsommer-Saison offen. Hier kann die Suche nach den Tieren der Arktis, beispielsweise dem Eisbären, beginnen. Pond Inlet ist auch ein hervorragender Ort, um ganze Gruppen von Narwalen zu sichten. An Land haben Sie die Möglichkeit, das Leben in einer Siedlung in der kanadischen Arktis mit dem zu vergleichen, was Sie in Grönland erleben werden. Pond Inlet hat ein kleines Besucherzentrum, und die Kulturaufführungen der örtlichen Gemeinde bilden einen weiteren Höhepunkt.

Tag 19 An Bord – Davisstrasse
Sie durchfahren die Davisstrasse, ein nördlicher Meeresarm der Labradorsee. Diese Strasse wurde nach dem englischen Forscher John Davis benannt, der zwischen 1585 und 1587 drei Expeditionen in diesem Gebiet leitete. Er suchte nach einer Route durch die Nordwestpassage und entdeckte dabei die Hudsonstrasse. Davis war der erste, der auf die Möglichkeiten der Robbenjagd und des Walfangs in der Davisstrasse aufmerksam machte. Er belegte auch, dass sich die neufundländischen Fischgründe für Kabeljau weit nach Norden hin ausbreiten.

Tag 20 Ilulissat/Grönland
Erleben Sie die Geburt eines Eisbergs
Ilulissat liegt in der atemberaubenden Landschaft des Ilulissat-Eisfjords, eine UNESCO-Welterebestätte. Ausserhalb der Stadt, an der Fjordmündung, können Sie immer wieder gigantische Eisberge bestaunen, die hier auf Grund gelaufen sind. Sie stammen vom Jakobshavn-Gletscher, einem der aktivsten auf der nördlichen Halbkugel. Die Eisberge treiben 20 Kilometer durch den Fjord, bevor Sie die Diskobucht erreichen. Staunen Sie über das Wunder an Farbspielen, wenn das Licht der Mitternachtssonne darauf fällt. Lauschen Sie einer Eisberg-Symphonie aus Knacken und Grollen, deren Echo von einer Seite des Fjords zur anderen hallt. Hurtigruten bieten Ihnen eine Vielzahl an Möglichkeiten: Ein kleiner Rundgang durch die Stadt bringt Sie zu einem Netz an kurzen Wegen, die zu den Ufern des Fjords führen. Oder Sie fahren mit einem örtlichen Boot hinaus, um das Eis und vielleicht auch einen Wal aus der Nähe zu sehen. Sie können auch die Gegend von ganz oben betrachten: auf einem Rundflug mit einem Hängegleiter oder Helikopter.

Tag 21 Sisimiut/Grönland
Moderne Siedlung mit uralten Traditionen
Auf dem Weg nach Sisimiut, empfehlen wir Ihnen an Deck zu bleiben, um nach Walen Ausschau zu halten. In den Gewässern nahe der Siedlung leben mehrere Arten, zum Beispiel Buckelwale und Finnwale. Schweins- und Zwergwalen können Sie entlang der Westküste Grönlands begegnen. Mit etwas Glück sehen Sie auch Robben in grosser Anzahl, am häufigsten sind die Sattelrobben. Sisimiut liegt 40 Kilometer über dem nördlichen Polarkreis – ein moderner Ort, der sich seine alten Traditionen bewahrt hat. Gehen Sie an Land und erkunden Sie die farbenfrohe Stadt, besuchen Sie das kleine Museum, wandern Sie in den Bergen und erstehen Sie das örtliche Kunsthandwerk. Unmittelbar gegenüber der Diskobucht liegt die Diskoinsel und die Siedlung Qeqertarsuaq. Hier machten die Gjøa-Expedition und die zweite Fram-Expedition Halt, um sich auf dem Weg zur Nordwestpassage mit Hunden und weiterer Ausrüstung zu versorgen.

Tag 22–23 An Bord – Labradorsee
Die Labradorsee ist ein nördlicher Meeresarm des Atlantischen Ozeans zwischen der kanadischen Halbinsel Labrador im Südwesten und Grönland im Nordosten. Ihre durchschnittliche Meerestiefe beträgt 1898 Meter und ihre grösste Tiefe 4316 Meter. Die Labradorsee ist ausser im Südosten von Kontinentalschelf umgeben. Sie verlassen Grönland und nehmen Kurs auf die offene See. Die Roald Amundsen überquert den südlichen Teil der Labradorsee, diesmal in Richtung Neufundland und Labrador in Kanada.

Tag 24 Red Bay/Kanada
Walfang & Geschichte

Red Bay, an der Küste von Labrador gelegen, ist ein typischer Aussenposten – eine Gemeinde mit weniger als 200 Einwohnern. In den späten 70er Jahren entdeckten Forscher Überreste von 3 baskischen Wahlfangschiffen des 16. Jahrhunderts. Ausgrabungen auf dem Festland brachten über 20 Anlagen zur Verarbeitung von Walen zutage Im Jahr 2013 wurde die baskische Red Bay Walfangstation zum UNESCO-Welterbe erklärt. Wandern Sie durch die ehemalige Walfängerstadt und erfahren Sie mehr über ihre interessante Geschichte.

Tag 25 Corner Brook/Kanada
Neufundland im Herbst

Corner Brook liegt an der Westküste von Neufundland, am St. Lorenz-Golf und am Fuss der Long Range Mountains. Das Gebiet wurde erstmals 1767 von Kapitän James Cook vermessen. Der Stadt mit Ihren rund 20'000 Einwohnern ist der rasche Übergang vom einstigen Fischerdorf zum Wirtschaftszentrum mit Hauptgewicht auf Papier und Zement gut gelungen. Das Corner Brook Museum ist ein historisches Gebäude und befasst sich mit der Geschichte, Kultur und Natur der Region. Erkunden Sie das charmante Stadtzentrum oder geniessen Sie die vielen Wandermöglichkeiten zwischen den leuchtenden Herbstblättern.

Tag 26 An Bord
Geniessen Sie die Momente der Entspannung, die ein Tag auf See mit sich bringt. An Ihren letzten Tagen auf See können Sie in Ruhe Ihre Fotos sortieren, Postkarten losschicken oder einfach am Pool entspannen. Das Expeditionsteam lässt Ihre fantastische Reise noch einmal Revue passieren.

Tag 27 Halifax/Kanada
Ein würdiger Abschluss Ihres Abenteuers

In Halifax geht Ihre epische Reise dem Ende entgegen. Am Morgen findet die Ausschiffung statt. Halifax in der Atlantikprovinz Nova Scotia im Osten Kanadas ist eine Stadt, deren Einwohner die Besucher mit ihrer unnachahmlichen Lebensfreude anstecken. Die Hafenstadt wurde nach Lord Halifax benannt, einem Eroberer englisch-schottischer Abstammung. Mittlerweile ist Halifax mit seinen über 370.000 Einwohnern die grösste Stadt der Atlantikprovinzen und besitzt den zweitgrössten Naturhafen der Welt, der 16 Kilometer tief ins Land reicht. Den Mittelpunkt der Innenstadt von Halifax bildet die Grand Parade, eine kleine Parkanlage. Sie wird gesäumt vom Rathaus und der ältesten anglikanischen Kirche Kanadas, der St. Paul’s Church aus dem Jahr 1750. Ein Wahrzeichen der Stadt ist der Clock Tower. Er ist die berühmteste Hinterlassenschaft des Grafen von Kent, der um 1800 Kommandant der dort stationierten Garnison war. Sehenswert ist auch das Maritime Museum of the Atlantic. Bei einer Stadtrundfahrt (inbegriffen) durch Halifax lernen Sie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Provinzhauptstadt kennen. Darunter den Public Garden, die sternenförmige Zitadelle und den Titanic Friedhof. Anschliessend fahren Sie weiter nach Peggy's Cove. Die Kleinstadt an der Küste hat nur 60 dauerhafte Einwohner und lebt vom Fischfang. Lassen Sie sich von den bunten Häusern und dem berühmten Leuchtturm verzaubern. Abends Zeit zur freien Verfügung und für ein individuelles Abendessen. Hotelübernachtung.

Tag 28 Halifax/Kanada > Schweiz
Der Vormittag steht Ihnen zur freien Verfügung. Am Mittag findet der Transfer zum Flughafen in Halifax statt. Rückflug nach Zürich (Umsteigeverbindung).

Tag 29 Ankunft in Zürich

Roald Amundsen ****+

Die Roald Amundsen - ©Hurtigruten

Hurtigruten hat die grösste Investition ihrer Geschichte getätigt, um Seereisen künftig leiser und sauberer zu gestalten. Die Roald Amundsen ist das neue Flaggschiff – ein hochentwickeltes «Basecamp» auf See. Das Schiff bietet unvergleichlichen Komfort und wurde speziell für polare Gewässer und neue Reiseziele konstruiert. Mit der Roald Amundsen wird Ihr Aufenthalt auf See komfortabel. Die stilvolle Innenarchitektur reflektiert die atemberaubende Landschaft. In den geräumigen Kabinen und in den öffentlichen Bereichen wurden natürliche Materialien wie Granit, Eiche, Birke und Wolle aus Skandinavien verwendet. Seine Besonderheiten, wie das ausschliessliche Vorhandensein von Aussenkabinen, Spezialitätenrestaurants, ein grosses Fitness-Studio, Pool und Whirlpools machen die Roald Amundsen selbst zu einem aufregenden Reiseziel. Und das Beste: die Roald Amundsen ist das erste Hybrid-Expeditionsschiff der Welt. Ein grosser Schritt in die Zukunft des nachhaltigen Reisens. Die neuzeitliche Hybrid-Technologie reduziert die CO²-Emissionen um 20 Prozent – und steuert nahezu lautlos durch die sensiblen Naturregionen.

Kabinenausstattung
Expedition Suite
Die geräumigsten Kabinen, die EXPEDITION Suiten mit den Buchstaben MA, MB, MC, MD, ME und MF befinden sich auf den oberen Decks und bieten eine spektakuläre Aussicht. Die komfortablen und stilvollen Suiten verfügen über ein Badezimmer mit Dusche/WC (teils mit zusätzlicher Badewanne), Sitzbereich mit TV, Minibar, Wasserkocher mit Tee/Kaffee, Espressomaschine. Das Doppelbett kann auf Wunsch in zwei Einzelbetten geändert werden. Die Kategorie MA, MC, MD und ME verfügt über einen privaten Balkon.
Weitere Annehmlichkeiten der Suiten sind:
- Kostenfreie Getränke während des Mittag- und Abendessens
- Alkoholfreie Getränke sowie Bier und Wein (eine Flasche Hauswein pro Tag/Kabine)
- Pflegeset
- Decke
- Bademantel und Hausschuhe
- Süssigkeiten/Snacks und Sekt am Anreisetag
- Separater Frühstücksbereich

Arktis Aussenkabine Superior
Entspannung und Komfort sind das Markenzeichen der ARKTIS Aussenkabinen Superior mit den Buchstaben XT, XTD, XY, TT und TY. Diese befinden sich auf dem oberen und mittleren Deck und verfügen über ein Badezimmer mit
Dusche/WC, Pflegeset, TV, Wasserkocher mit Tee/Kaffee. Bei einigen Kategorien kann man das Doppelbett auf Wunsch in zwei Einzelbetten ändern. Die Kategorie XT, XTD und XY verfügt über einen privaten Balkon.

Polar Aussenkabine
Die POLAR Aussenkabinen mit den Buchstaben RR, RS, RL und RJ befinden sich
zumeist auf den mittleren oder unteren Decks und verfügen über ein Badezimmer mit Dusche/WC, TV. Bei einigen Kategorien kann man das Doppelbett auf Wunsch in zwei Einzelbetten ändern. Die Kategorie RR (Kabinen 500-509) hat Bullaugen, die Kategorie RJ hat eingeschränkte Sicht (Rettungsboot).

Bitte beachten Sie, dass die Kabinen MD-701, XY-719, XY-726, XY-829, XY-836, TY-533 und TY-540 über eine rollstuhlgerechte Ausstattung verfügen.

Sport, Entspannung und Wellness
Auf Deck 10 befinden sich der Aussenpool sowie zwei Whirlpools. Das Schiff verfügt weiterhin über eine Sauna, ein Fitness-Studio und einen Wellnessbereich.

Unterhaltung
Der Schwerpunkt der Reisen liegt auf Entspannung und Naturerlebnis, sodass Hurtigruten auf ein Showprogramm oder Ähnliches weitgehend verzichtet. Auf dem Expeditionsschiff befindet sich ein Vortragsraum, ein Forschungszentrum, ein Kompass-Informationszentrum, ein Fotografiezentrum, eine Bücherei und ein Bord-Shop. Das Expeditionsteam an Bord verfügt über ein weitreichendes Wissen zu den Gebieten die bereist werden. Während der Reise werden in regelmässigen Abständen Vorträge zu Themenbereichen wie Biologie, Geschichte und Geologie angeboten. Der Vortragsplan wird täglich im Bordprogramm veröffentlich.

Kulinarisches und Mahlzeiten
An Bord befinden sich ein Haupt- sowie zwei Spezialitätenrestaurants (gegen Aufpreis). Das Frühstück und das Mittagessen ist in Buffetform und mit freier Platzwahl. Das Abendessen wechselt zwischen Buffet, Menü und Barbecue mit fester Tischordnung. Die Form des Abendessens wird täglich angekündigt. Für die Zubereitung der Mahlzeiten versucht Hurtigruten, wenn möglich, saisonale Zutaten aus den jeweiligen Regionen zu verwenden. Kaffee und Tee sind auf der gesamten Reise kostenfrei. Trinkwasser ist im Restaurant während des Mittag- und Abendessens inkludiert. Weitere Getränke können käuflich erworben werden.


Vorbehaltlich Änderungen!

Deckplan

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Technische Daten

Baujahr 2018
Kategorie 4****+
BRZ 20.889
Länge 140 m
Breite 23.6 m
Passagiere 530
Kabinen 265
Decks 11
Bordsprache Norwegisch, Englisch, Deutsch
Bordwährung NOK, Kreditkarten
Knoten 15
Flagge Norwegen
Eisklasse 1A Super
Reederei Hurtigruten

Unsere Leistungen

  • Expeditionskreuzfahrt mit Vollpension an Bord
  • Flug Zürich–Vancouver/Halifax–Zürich (mit Umstieg)
  • Flug Vancouver–Nome
  • Transfers gemäss Programm
  • 2x Hotel inkl. Frühstück in Vancouver
  • 1x Hotel inkl. Frühstück in Halifax
  • Ausflug in Vancouver & Halifax
  • Wasser, Soft-Drinks, Bier und Hauswein in den Restaurants Aune und Fredheim
  • Wasser, Kaffee und Tee ganztägig an Bord
  • Erfahrenes deutschsprachiges Expeditionsteam
  • Umfangreiches Programm an Aktivitäten
  • Vorträge zu Wissenschaft, Biologie, Geographie ...
  • Wind- und regenabweisende Jacke
  • Kostenfreier Verleih von Stiefeln, Trekkingstöcken und Ausrüstung an Bord
  • Trinkgeld an Bord

Nicht inbegriffen

  • Auftragspauschale pro Person CHF 20 (entfällt bei Buchung übers Internet)
  • Persönliche Auslagen und Getränke
  • Zusatzausflüge der Reederei (Details auf Anfrage)
  • Kombinierte Annullationskosten- und Extrarückreiseversicherung

    Clubrabatt

    • Excellence Clubmitglieder mittelthurgau.ch/club CHF 300.–

    Zuschläge

    • Alleinbenützung alle Kategorien auf Anfrage
    • Flüge in Business Class (Langstrecke) auf Anfrage
    • Klimaneutral fliegen, Stiftung myclimate CHF 103.–

    Was Sie noch wissen müssen

    Schweizer Bürger benötigen einen bis 6 Monate nach Rückreise gültigen Reisepass. Eine ESTA (USA) und ETA (Kanada) Genehmigung ist erforderlich.

    Alle Gäste müssen ein Gesundheitszeugnis (vom Arzt bestätigt) vorlegen.
    Das Zeugnis muss im Origninal mitgenommen werden. Ist das Formular nicht vorhanden, kann der Zutritt zum Schiff verweigert werden.

    Auf dieser Expedition herrschen die Elemente. Wetter-, Wind- und Eisbedingungen bestimmen den Fahrplan. Die Sicherheit hat Vorrang, der Kapitän bestimmt die endgültige Reiseroute während der Fahrt.

    Es kann/darf aufgrund des Charterfluges Vancouver–Nome nur ein aufgegebenes Gepäckstück mitgenommen werden. Auch wenn die Langstreckenflüge in Business Class erfolgen. Ein zusätzliches Gepäckstück vor Ort anzumelden ist nicht möglich.

    Die genannten Preise sind tagesaktuelle Ab-Preise. Die Preise müssen vom Reisebüro Mittelthurgau zuerst rückbestätigt ggfl. angepasst werden.

    Programmänderungen vorbehalten.

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